Kolbermoor – Vorsitzender Christian Sedlmayr freute sich über das Interesse bei den kontinuierlich stattfindenden „Stadtgesprächen“ des kommunalpolitischen Vereins „Parteifreie Kolbermoor“. Sedlmayr wies darauf hin, dass Bürgermeisterkandidat Thomas Rothmayer zur Diskussion seiner Zielsetzungen und die parteifreien Stadträte zur Beantwortung von Fragen zur Arbeit im Stadtrat anwesend waren.
Danke für Spende
an die Jugendarbeit
Eine besondere Überraschung bei den Stadtgesprächen bot der spontane Auftritt der Jugend des Trommlerzugs Pullach. Die Jugendlichen boten die „Feldschritte“ dar. Mit der gelungenen Überraschung wollte sich der Verein bei den Parteifreien Kolbermoor für die Weihnachtsspende für die Jugendarbeit des Vereins bedanken. Die Parteifreien spenden alle Jahre ihr Dezember-Sitzungsgeld an einen Verein oder soziale Organisation.
Aus der jüngsten Stadtratssitzung berichtete Zweiter Bürgermeister Dieter Kannengießer über die Beauftragung der Vorentwurfsplanung aus dem vorgestellten Flächen- und Nutzungskonzept zur Sanierung des Mareissaals. Er freute sich, dass die Wirtschaft erhalten bleibt, da dies zur Belebung der Innenstadt beitrage. Außerdem wird ein barrierefreier Zugang für Gaststätte, Saal und Galerie verwirklicht. Der Schießstand und die Gasträume im Gewölbekeller können weiterhin genutzt werden. Im Süden des Saalgebäudes wird durch einen Anbau der Bühnentrakt zur Verbesserung des Platzangebotes erweitert. Der bauliche Umsetzungszeitraum wird vom Frühjahr 2026 bis Ende 2028 eingeschätzt.
Holzbauweise des
Parkhauses gelobt
Stadtrat Max Schlarb ging auf die Entscheidung des Baubeschlusses zum neuen Parkhaus an der Hasslerstraße ein. Insbesondere lobte Schlarb die Holzbauweise, deren Baustoff sehr nachhaltig wirkt, ebenso die barrierefreie Anbindung an den Bahnhof sowie die geplante ansehnliche Fassadenbegrünung über eine vorgesetzte Sekundärkonstruktion aus Stahlprofilen.
Stadtrat Kerim Bacak nannte die im Stadtrat vorgestellte Vergleichsberechnung aus Holz mit einer konventionellen Bauweise als schlüssig dargelegt und verwies auf die Ausschreibungsvorgaben aus den Jahren 2022 und 2023, welche einstimmig erfolgten. Ebenso auf den im Oktober 2024 einstimmig beschlossenen Vorentwurf, der in seiner Kostenschätzung bereits die entsprechenden Summen aufwies. Bacak war der Ansicht, dass eine so prominente Stelle in der Innenstadt eine städtebaulich gute Architektur verdient.
Anschließend stellte sich Bürgermeisterkandidat Thomas Rothmayer den Fragen der Anwesenden. Auf die Frage nach dem Entwicklungsgebiet Nord/Ost sagte er: „Ich sehe eine gute Chance für die Stadt Kolbermoor hinsichtlich der Verbesserung der Infrastruktur unter der Voraussetzung, dass die Rahmenbedingungen für die Erschließung stimmen.“
Hierzu wurden die verschiedenen Sichtweisen wie Zugangsstraßen, mögliche Buslinien und anderes diskutiert. Auf die Nachfrage seiner künftigen Schwerpunkte als Bürgermeister nannte Rothmayer die Realisierung des sozialen Wohnungsbaues. Dazu gehört seiner Ansicht nach die Umsetzung des geplanten Mehrfamilienhauses an der Unteren Mangfallstraße (früherer Invalidenbau).
Themen nicht in
Wahlperioden denken
Rothmayer nannte weitere Themenblöcke wie Kinderbetreuung, innenstädtische Entwicklung oder Klimaschutz, die seines Erachtens nach nicht nur in Wahlperioden gedacht werden dürfen.
Ehrenvorsitzender Gerhard Schlarb zeigte sich überzeugt, dass Thomas Rothmayer der geeignete Bürgermeister für die Stadt Kolbermoor ist, da er über den zeitlichen Horizont einer Wahlperiode hinaus denke. Abschließend bedankte sich Vorsitzender Christian Sedlmayr und verwies auf das gesellige Beisammensein des jährlich stattfindenden Sommerfestes am 14. August.