Josef Still prägt das Stadtbild

von Redaktion

„Gestaltungsarbeiter“ hinter Schmiedekunst im Fokus

Kolbermoor – Schmiedestädte wie Kolbermoor gewinnen die Berechtigung für dieses Attribut auch aus den Schmiedearbeiten, die im öffentlichen Raum zu sehen sind. Und einen nicht unwesentlichen Anteil daran haben in Kolbermoor die Arbeiten von Josef Still. Etwa der Laubengang beim Urnenfeld auf dem neuen Friedhof, eine der Umrahmungen des Urnenfeldes selbst oder der Trauerbriefkasten.

Auch im Spinnereigelände ist Josef Still zu finden, er gestaltete das Mahnmal im Spinnereigelände, das an die Zwangsarbeiter in der Nazi-Zeit erinnert. Jetzt sind im Obergeschoss des Rathauses kleinere Arbeiten von ihm zu sehen, allesamt richtige Kunstwerke, auch wenn Josef Still den Begriff „Schmiedekunst“ oder „Schmiedekünstler“ nicht gerne hört.

Er will seine Selbstbeschreibung in großer Bescheidenheit tiefer hängen, versteht sich selbst als „Gestaltungsarbeiter“ wie er sagt. Und näher betrachtet steckt darin sogar viel Wahrheit: Schmiedewerke gestalten den Raum, sei er öffentlich oder privat, und haben damit durchaus großen Einfluss auf das Befinden der Menschen, die sich darin aufhalten. jt

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