Josef Stahuber spielt Bachs Prüfstein für Orgelspieler

von Redaktion

Die Triosonate ist eine der wichtigsten Gattungen der Kammermusik in der Barockzeit. Es handelt sich um eine dreistimmige Komposition aus zwei Oberstimmen und Generalbass. Die drei Stimmen, gespielt von drei verschiedenen Instrumenten, stehen gleichwertig nebeneinander. Johann Sebastian Bach hat diese drei Instrumente auf eines übertragen: auf die Orgel. Das bedeutet, dass der Organist alleine die Aufgabe übertragen bekommt, die Komposition auszuführen: je eine Stimme für die beiden Hände auf zwei verschiedenen Manualen und die dritte für die Füße im Pedal. So sind Bachs Triosonaten für die Orgel bis heute ein unbestechlicher Prüfstein für alle Orgelspieler. Dem Hörer werden die spieltechnischen Schwierigkeiten dieser Sonaten kaum bewusst – die Leichtigkeit, Lockerheit und Eleganz ihres Klanges suggerieren, dass sie leicht zu spielen sind. Josef Stahuber wird beim morgigen Kolbermoorer Orgelmittwoch um 19.45 Uhr in der Pfarrkirche Wiederkunft Christi die fünfte der insgesamt sechs Triosonaten spielen. Stahuber, gebürtiger Bad Aiblinger, ist bereits 24 Jahre in München als Kirchenmusiker tätig. Er hat sich selbst die Aufgabe gestellt, das gesamte gewaltige Orgelwerk Bachs in 20 Konzerten zu spielen. Das nun achte Konzert wird er in Kolbermoor präsentieren. Der Eintritt zum Orgelmittwoch ist frei. Foto re / text franke

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