Da wird sogar der Pfarrer neidisch

von Redaktion

McDonald’s-Filiale in Kolbermoor jetzt eine der „modernsten und fortschrittlichsten in ganz Europa“

Kolbermoor – Größer, schneller, digitaler – so präsentiert sich seit vergangenen Mittwochvormittag die umgebaute und modernisierte McDonald’s-Filiale im Kolbermoorer Herto-Park. „Wir haben hier in Kolbermoor jetzt eine der modernsten und fortschrittlichsten Filialen in ganz Europa“, sagte Michael E. Heinritzi, der in Bayern und Österreich rund 30 McDonald’s-Filialen betreibt und damit einer der größten Franchise-Nehmer in Europa gilt, bei der Wiedereröffnung vor rund 100 geladenen Gästen.

Kosten: rund zwei
Millionen Euro

In rund drei Wochen Bauzeit und mit einem Einsatz von rund zwei Millionen Euro wurde die Filiale im Herto-Park, die vor 34 Jahren eröffnet worden ist, nicht nur vergrößert, sondern auch modernisiert. So gibt es dort an der Carl-Jordan-Straße 22 jetzt nicht nur mehr Sitzplätze, sondern auch einen eigenen Raum für Geburtstagsfeiern sowie ein behindertengerechtes WC.

Auch im Außenbereich des Fastfood-Restaurants mit dem markanten, goldenen „M“ hat sich Wesentliches getan: Neben zwei sogenannten mobilen Pickup-Parkplätzen, auf denen mobile Besteller parken können, bis ihnen die Bestellung dann gebracht wird, besitzt der Kolbermoorer McDonald’s nun auch zwei McDrive-Spuren mit jeweils einer eigenen Bestellsäule, die den Bestellvorgang für Autofahrer, die außer Haus essen wollen, noch schneller machen soll.

Wobei aufs Thema Schnelligkeit großes Augenmerk bei den Umbauten gelegt worden ist: So wurde beispielsweise die Küche digital deutlich aufgerüstet, um die Waren noch schneller und effizienter an die Gäste zu bringen. Wobei Heinritzi betonte, dass bei Burger und Co. dennoch „weiterhin alles aus Handarbeit“ entstehe. Schließlich seien „die Mitarbeiter und die Gäste“ auch zukünftig „das Wichtigste“ in seinen Filialen.

Damit vor allem bei den Kunden letztlich eine noch größere Zufriedenheit nach dem Besuch herrscht, hat die Filiale zudem ein Gerät angeschafft, das in europäischen McDonald’s-Filialen laut Heinritzi fast schon einzigartig ist. Denn zukünftig wird die Bestellung der Kunden auf einer speziellen Waage platziert, die erkennen soll, ob sich auch wirklich alle bestellten Produkte in der Takeaway-Tüte befinden. Alles Investitionen in eine Filiale, an deren Erfolg Heinritzi vor der Eröffnung vor 34 Jahren scheinbar selbst nicht so recht geglaubt hatte. „Ich war mir zunächst unsicher, da ich bereits zwei Filialen in Rosenheim hatte“, erinnert sich der Unternehmer zurück.

Doch die Zahlen machen deutlich, dass sich die Investition gelohnt hat. So macht die Kolbermoorer Filiale laut Heinritzi derzeit einen jährlichen Umsatz von rund sechs Millionen Euro und bedient jährlich circa 800000 Gäste.

Manche davon sogar täglich, wie der Franchise-Unternehmer verrät. „Ich glaube nicht, dass es sonst noch eine McDonald’s-Filiale mit so vielen Stammgästen gibt“, lobte Heinritzti die Stammkundschaft, die teilweise zur Eröffnung erschienen war. Doch nicht nur die Stammkunden hätten laut des Unternehmers zum Erfolg von McDonald’s in Kolbermoor beigetragen, sondern auch die Familie Tomczyk, die den Herto-Park betreibt, sowie die Stadt Kolbermoor, mit der derartige Umbauarbeiten unkompliziert vonstatten gehen, wie Heinritzi darlegte.

Damit es am Standort Kolbermoor auch so erfolgreich weitergeht, hat sich der Unternehmer zur Eröffnung auch kirchlichen Beistand ins Haus geholt. „Das ist wirklich nicht mehr selbstverständlich, dass wir zu derartigen Eröffnungen eingeladen werden“, sagte Matthias Mitlöhner, Diakon der Stadtkirche Kolbermoor, der gemeinsam mit dem evangelischen Pfarrer Dr. Matthias Kauffmann die umgebauten und erweiterten Räumlichkeiten segnete.

Wobei Mitlöhner nach eigenen Angaben einen ganz besonderen Bezug zur Fastfood-Kette McDonald’s hat, wie er den Festgästen verriet. „Wenn ich als Fan von Hannover 96 gemeinsam mit meinem Sohn zu Heimspielen von Hannover fahre, dann richten wir unsere Fahrtroute immer an den McDonald’s-Filialen aus, um dort Pause machen zu können“, so Mitlöhner, dem Heinritzi daraufhin für die Fußballfahrten „immer ein kostenfreies Frühstück hier in der Filiale“ versprach.

„Wirklich ein Ort
der Begegnung“

Sein evangelischer Seelsorger-Kollege zeigte sich ob des Erfolgs und des Zuspruchs für die Fastfood-Kette sogar ein bisschen neidisch, wie er – natürlich nicht ganz ernst gemeint – verdeutlichte. „Der McDonald’s hier in Kolbermoor ist ja wirklich ein Ort der Begegnung“, so der evangelische Geistliche. „Von diesen Besucherzahlen und diesem Zuspruch können wir in der Kirche manchmal leider nur träumen.“

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