Kolbermoor – Dauermieter, die einen Kfz-Stellplatz im Parkhaus „Rathaus“ an der Friedrich-Ebert-Straße in Kolbermoor nutzen, müssen ab 1. Januar 2026 tiefer in die Tasche greifen. Das hat der Kolbermoorer Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Die Mieter der Dauerstellplätze müssen dann 60 Euro statt bislang monatlich 50 Euro bezahlen. Für gelegentliche Nutzer des Parkhauses ändert sich – zumindest vorerst – nichts.
Fast alle Dauerstellplätze
sind vermietet
2015 eröffnet, haben sich die Preise im Parkhaus in direkter Nachbarschaft zum Kolbermoorer Rathaus seither nicht verändert. „Nach zehn Jahren ist die Einführungsphase für das Parkhaus eindeutig zu Ende“, fand daher auch die Stadtverwaltung, nachdem der Rechnungsprüfungsausschuss eine Anpassung der Mietpreise angeregt hatte. „In Anlehnung an die allgemeine wirtschaftliche Lage und unter Berücksichtigung der Inflation ist es durchaus angebracht, die Gebühren für die Dauerparker um 10 Euro zu erhöhen.“
Nach Angaben der Stadtverwaltung stehen von den insgesamt 167 Parkplätzen im Parkhaus 94 Stellplätze für Dauerparker zur Verfügung. Aktuell seien davon 92 vermietet. Durch die Mieterhöhung rechnet die Stadt mit jährlichen Mehreinnahmen von knapp 11000 Euro, was angesichts eines durchschnittlichen Defizits von jährlich rund 150000 Euro des Parkhauses nach Angaben der Stadtverwaltung „mehr als gerechtfertigt“ ist.
Eine Einschätzung, die der komplette Stadtrat teilte – und daher auch einstimmig für die Erhöhung stimmte. Zumal nach Angaben von Bürgermeister Peter Kloo (SPD) in der Nachbarstadt Rosenheim beispielsweise in städtischen Parkhäusern von Dauerparkern sogar 140 Euro an Monatsmiete verlangt werde.
Dass auch der neue Betrag in Höhe von 60 Euro kaum die städtischen Kosten deckt, machte eine Rechnung deutlich, die Stadtbaumeister Andreas Meixner aufmachte. „Die Unkosten, die wir haben, belaufen sich pro Stellplatz monatlich bereits auf rund 50 Euro“, stellte Meixner in Hinblick auf Ausgaben etwa für Reparaturen, Wartungen und Reinigung klar.
Nächste Erhöhung
ist bereits anvisiert
„Eigentlich vermieten wir den Stellplatz bisher also umsonst“, stellte daher auch CSU-Vertreter Sebastian Daxeder klar. Grünen-Stadträtin Caroline Schwägerl warf daher gar in den Raum, „ob wir nicht gleich höher – beispielsweise auf 70 Euro – gehen wollen“.
Dazu konnte sich das Gremium letztlich dann zwar nicht durchringen. Bürgermeister Kloo stellte aber klar, dass – sobald das Parkhaus an der Haßlerstraße in direkter Nachbarschaft zum Bahnhof errichtet worden ist – auch über eine Preisanpassung für die Kurzzeitparker diskutiert werden müsse: „Das wollen wir uns aber aufsparen, bis dieses Parkhaus dann steht.“