Sirenen reißen Kolbermoorer aus dem Schlaf

von Redaktion

Aufregung am vergangenen Sonntag – Doppelter Alarm bei der Feuerwehr ist die Ursache

Kolbermoor – Das Geheul von Sirenen hat in der Nacht auf Sonntag, 23. November, zahlreiche Kolbermoorer aus dem Schlaf gerissen. Hintergrund des Alarms: zwei nahezu zeitgleiche Einsätze, für die weiteres Feuerwehrpersonal vonnöten war.

Nach Angaben von Armin Hörl, Kommandant der Feuerwehr Kolbermoor, waren die Brandbekämpfer am Sonntag, 23. November, gegen 0.30 Uhr zunächst zum Gebäude eines Discounters an der Rosenheimer Straße in Kolbermoor gerufen worden, nachdem dort der Rauchwarnmelder angeschlagen hatte. Nur wenige Minuten später löste dann eine Brandmeldeanlage in einem Gebäude auf dem Gelände der Alten Spinnerei Alarm aus.

„Um genügend Personal für die beiden Einsätze zur Verfügung zu haben, hat der Einsatzleiter entschieden, die Einsatzkräfte über die Leitstelle per Sirene zu alarmieren“, erklärt Hörl gegenüber dem OVB die Hintergründe des Sirenen-Einsatzes. Was nach Angaben des Kommandanten aber nur selten vorkomme.

Dass die Sirenen in Kolbermoor seit nun fast zwei Jahren von einigen Bürgern stärker wahrgenommen werden als früher, liegt nach Angaben von Thomas Rothmayer, Leiter des städtischen Ordnungsamtes, unter anderem daran, dass es seit Januar 2024 vier Sirenen in Kolbermoor gibt, die nun das komplette Stadtgebiet abdecken. Die beiden jahrzehntealten Sirenen in Pullach sowie auf der Mangfallschule wurden für rund 50.000 Euro gegen vier digitale Sirenen ausgetauscht, die sich in Pullach, auf dem Rathaus, auf einem städtischen Mietgebäude am Glasberg sowie auf dem Gebäude der Adolf-Rasp-Schule befinden.

Beschwerden aus der Bevölkerung über den Klang der neuen Modelle oder allgemein über den Alarm hat es laut Rothmayer seit Installation Anfang 2024 kaum gegeben. Und das, obwohl Rothmayer selbst mit mehr Rückmeldungen gerechnet hatte.

Die vier neuen Sirenen sind nach Angaben von Hörl und Rothmayer ein „Plus für die Sicherheit“ der Stadt und deren Bevölkerung. Auch wenn sich am Sonntag beide Einsätze letztlich als harmlos entpuppten, wie Hörl berichtet: „Beide Einsätze waren letztlich Fehlalarme“, so der Kommandant. Mathias Weinzierl

Regelmäßiger Probealarm

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