CSU gegen Altenheim und bezahlbares Wohnen?

von Redaktion

Zum Bericht „Was wird nach dem Patt aus den Plänen?“ (Lokalteil):

Die anhaltende Blockade der Rahmenplanung durch die CSU im Kolbermoorer Stadtrat ist fachlich nicht haltbar und politisch unverantwortlich. Die Erschließung ist innerhalb der Rahmenplanung zweifelsfrei nachgewiesen – durch Gutachten, Untersuchungen und einen monatelangen Praxistest. Die grundsätzliche Erschließbarkeit wurde bestätigt, und zwar sachgerecht bezogen auf das geplante Bauvolumen. Eine Rahmenplanung ist bewusst grobmaßstäblich und vorbereitend. Sie klärt die Grundsatzfragen, damit in der nächsten Stufe – der Bauleitplanung – die Detailausarbeitung stattfinden kann. Die CSU fordert jedoch Detailnachweise, die fachlich ausschließlich in der nächsten Planungsphase erbracht werden können, blockiert aber genau diese Phase durch ihren eigenen Sperrbeschluss. Dieses Vorgehen ist sachlich widersprüchlich, fachlich falsch und politisch blockierend. Es gibt keinerlei fachliche Rechtfertigung, die Genehmigung des Abschlussberichts weiter zu verweigern oder hinauszuzögern. Wer einen vierstufigen Planungsprozess ignoriert und die erste Stufe behandelt, als müsse sie bereits die vierte ersetzen, verhindert bewusst Fortschritt. Kolbermoor braucht dringend bezahlbaren Wohnraum, die Standortsicherung unseres Altenheims, moderne Betreuungsangebote und verlässlichen Hochwasserschutz. Diese dringend notwendigen Maßnahmen werden durch die fortgesetzte Blockadehaltung ausgebremst – zum Nachteil unserer Stadt Kolbermoor. Es ist höchste Zeit, dass die CSU-Fraktion ihre Blockade beendet, den fachlich korrekten Planungsprozess respektiert und den Weg für die nächsten Schritte freimacht. Kolbermoor braucht Entscheidungen – keine künstlich erzeugten Hindernisse.

Thomas Wagner

Kolbermoor

In der Debatte um die Bebauung „Quartierszentrum Nordost“ werden, aus meiner Sicht, oft Emotionen statt Fakten diskutiert. Doch ein ehrlicher Blick auf die Realität tut gut: Die aktuelle Fläche ist eine brachliegende „saure Wiese“, auf der Wasser stehen bleibt, kaum versickert und die ökologisch nahezu keinen Nutzen bietet – ein Zustand, der weder attraktiv noch nachhaltig ist.

Ist dieser Ist-Zustand wirklich erhaltenswert, wenn wir zugleich dringend bezahlbaren Wohnraum und moderne Seniorenpflege benötigen und dort realisieren können? Die geplante Bebauung auf einer Wiese zwischen zwei Wohngebieten schafft bezahlbaren Wohnraum für die Menschen, die unsere Stadt am Laufen halten – Erzieherinnen, Pflegekräfte, Handwerker und junge Familien. Gleichzeitig wird der Standort unseres Seniorenheims gesichert und zeitgemäße Betreuungsformen werden integriert.

Das Gebiet wird durch ein effektives Entwässerungskonzept erstmals funktional, trocken und ökologisch sinnvoll gestaltet. Statt einer nassen Brachfläche entstehen nutzbare Grünflächen, Gärten und rund 200 neue Bäume. Aus meiner Sicht haben wir die Wahl mit dem „Quartierszentrum Nordost“ zwischen einer brachliegenden, nassen Wiese – oder einer echten Chance für uns Kolbermoorer – für Jung und Alt.

Lorenz Mayer

Kolbermoor

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