Diskussion wird langsam unerträglich

von Redaktion

Zu den Berichten über das geplante Bauprojekt Kolbermoor Nord-Ost (Lokalseiten):

Ich bin beruhigt, dass es Stadträte in Kolbermoor gibt, die nicht blind den Vorschlägen des Bürgermeisters und des Investors folgen, sondern (nachdem keine Erschließungsmöglichkeiten vorgelegt wurden) im Interesse der Bürger weitere Maßnahmen vorerst abgelehnt haben. Dafür werden diese Stadträte und wir Anlieger nun von den Befürwortern des Projektes massiv angegriffen und als rücksichtslos bezeichnet, die bedürftigen Bürgern keinen Wohnraum gönnen. Eigentlich kann man erwarten, dass vor der vollständigen Planung eines solchen Großprojektes die Erschließungsmöglichkeiten und die ungefähren Kosten, die auf alle Kolbermoorer Bürger zukommen, ermittelt werden. Auch die auf dem Gelände erforderlichen Verkehrsflächen, Kanalisation, Wasserauffangbecken, Allgemeinflächen, allgemeine Infrastruktur und so weiter müssen wohl von der Stadt, also den Bürgern, bezahlt werden. Diese Kosten dürften im Verhältnis zu den geplanten Sozialwohnungen unverhältnismäßig sein.

Hier geht es auch nicht nur um die fehlende Erschließung über die Fürstätter Straße und Karolinenhöhe, sondern um das bereits vorhandene Verkehrschaos in Kolbermoor, welches sich noch verstärken würde. Hinzu kommt, dass die Stadt nun noch einen regelrechten Hindernisparcours in der Flurstraße geschaffen hat, über den jahrelang alle Lkw zur Großbaustelle fahren müssten.

Obwohl eine immense Flächenversiegelung und eine teilweise Zerstörung von Naturschutzflächen stattfinden würde, wird über den Natur- und Umweltschutz gar nicht gesprochen. Auch von einer moderaten Bebauung, zum Beispiel ähnlich dem früheren Einheimischenmodell ist keine Rede vonseiten der Planer.

Emma Brüninghaus

Kolbermoor

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