So kaufen die Kolbermoorer Weihnachtsgeschenke

von Redaktion

Kurz vor Weihnachten geben die Kolbermoorer Einblick in ihre Geschenkeplanung. Während einige Bürger bereits alle Präsente beisammen haben, sind andere noch auf der Suche nach dem passenden Geschenk. Manche wiederum verzichten komplett auf den Geschenke-Trubel.

Kolbermoor – Während die einen relativ entspannt den weihnachtlichen Festtagen entgegenblicken, bricht bei anderen langsam die Panik aus: Denn die Geschäfte haben an Heiligabend, 24. Dezember, maximal bis 14 Uhr geöffnet – und längst hat nicht jeder das passende Geschenk für seine Liebsten. Doch wie halten es die Kolbermoorer mit ihren Weihnachtseinkäufen? Sind sie eher Frühstarter oder Last-Minute-Shopper?

Stöbern auf den
Christkindlmärkten

„Bis auf zwei Sachen habe ich bereits alles besorgt“, sagt Giacomo Anzenberger (43), Vorsitzender des Gewerbeverbands Kolbermoor, der wohl eher zur Kategorie „Frühstarter“ zählt, denn: „Wenn ich beispielsweise bei den Kindern schon frühzeitig weiß, was sie sich wünschen, dann kann es durchaus passieren, dass ich das jeweilige Geschenk bereits im September oder Oktober kaufe.“

Wobei Anzenberger, der derzeit auch als Organisator des Christkindlmarktes sozusagen dick im Weihnachtsgeschäft ist, nicht nur in puncto Geschenke gut vorbereitet ist: „Der Christbaum daheim steht auch schon, nur geschmückt ist er noch nicht.“

Aber zurück zu den Geschenken: Die besorgt Anzenberger – wie es sicherlich auch von vielen Menschen vom Vorsitzenden des Gewerbeverbandes erwartet wird – vorzugsweise in Geschäften in der Region. „Ich schaue natürlich schon, dass ich die Einzelhändler hier unterstütze“, verrät Anzenberger, der für seine Präsente, falls notwendig, auch in Nachbarorte fährt. Doch selbst das nützt manchmal nichts, wie der 43-Jährige aus eigener Erfahrung weiß: „Eine Sache musste ich wirklich online bestellen, weil ich die einfach nirgends bekommen habe.“

So geht es auch Anne Willkommen (38) aus Kolbermoor. Zumindest, wenn sie beispielsweise von Verwandten gleich einen Link zum Geschenk, das bei einem Online-Portal bestellt werden kann, zugeschickt bekommt. „Da bestelle ich dann natürlich auch manchmal gleich online“, sagt die 38-Jährige, deren eigenes größtes Geschenk Gesundheit ist. Denn seit Jahren kämpft die Kolbermoorerin gegen eine Leukämie-Erkrankung, ist derzeit aber glücklicherweise krebsfrei.

Was Geschenke anbelangt, versucht sie aber dennoch, vieles in den Geschäften in der Region einzukaufen. Oder auf Christkindlmärkten: „Da finde ich oftmals Kleinigkeiten, die sich super als kleines Geschenk zu Weihnachten eignen“, verrät Willkommen, die mittlerweile alle Präsente für Familie und Freunde daheim hat. „Ich muss das rechtzeitig haben, denn den Stress, auf den letzten Drücker Dinge zu besorgen, mag ich nicht“, sagt die strukturierte Frau, die „Listen braucht, die ich einfach abhaken kann“.

Den kompletten Geschenkeeinkauf bereits abhaken können – das ist für Cindy Kock (42), die 2025 mit ihrem Storchen-Nachwuchs die Stadt begeistert hat, noch Wunschdenken. „Es ist tatsächlich so, dass mir für meinen Mann noch das passende Geschenk fehlt“, sagt die 42-Jährige. Was aber nichts damit zu tun hat, dass sie sich keine Mühe gegeben hat, das passende Präsent zu finden. Stattdessen hatten sich bisherige Überlegungen, was für ihren Mann unter dem Baum liegen könnte, zerschlagen, weshalb sie sich jetzt zügig um eine Alternative bemühen muss.

Denn normalerweise beginnt sie mit dem Kauf von Weihnachtsgeschenken bereits im November. Wobei sie trotz der „relativ großen Familie“ oftmals gar nicht so viel besorgen muss, denn: „Wir machen oftmals Sammelgeschenke für verschiedene Personen, an denen sich dann mehrere Familienmitglieder beteiligen“, verrät die Kolbermoorerin, die sich selbst von der Verwandtschaft einen Airfryer zum Fest wünscht. Der Wert des jeweiligen Geschenks spielt für sie eher eine untergeordnete Rolle. „Für mich ist wichtig, dass es etwas Persönliches ist“. Denn ihr größtes Geschenk sei, das „Leuchten in den Augen“ des Beschenkten zu sehen, wie dieser das Präsent öffne.

Für Manuel Eckert (36), Präsident des Faschingsvereins Mangfalltal aus Kolbermoor, spielt nicht nur der Wert, sondern gar die ganze Schenkerei eine untergeordnete Rolle. „Meine Frau und ich schenken uns mittlerweile zu Weihnachten eigentlich gar nichts mehr – und wenn, dann nur eine Kleinigkeit“, verrät der 36-Jährige. Der Nachwuchs bekäme natürlich schon Geschenke, die seine Frau auch bereits besorgt habe.

Für ihn persönlich steht an den Festtagen aber der familiäre Charakter von Weihnachten im Mittelpunkt. „Ich gehe da lieber mal mit der Familie gemütlich und auch ein bisschen schicker essen, anstatt Dinge zu verschenken“, sagt der Faschingspräsident, der findet: „Das Wichtigste am Weihnachtsfest ist doch schließlich, dass man mit der Familie zusammenkommt.“

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