Kolbermoor – Für die Kolbermoorer Feuerwehr sowie Bewohner eines Mehrfamilienhauses an der Rosenheimer Straße in Kolbermoor ist der Jahreswechsel nicht so ruhig verlaufen, wie erhofft: Aufgrund eines Balkonbrandes musste das Haus kurz vor Mitternacht geräumt werden. Den Schaden durch das Feuer bezifferte die Polizei in einer ersten Schätzung auf mehr als 100000 Euro. Personen kamen nicht zu Schaden.
Ein Anwohner hatte am Silvesterabend gegen 23.40 Uhr die Integrierte Leitstelle Rosenheim über ein Feuer auf einem Balkon an der Rosenheimer Straße in Kolbermoor informiert. Die Feuerwehr Kolbermoor rückte daraufhin sofort mit rund 30 Einsatzkräften zum Brandort aus.
„Es war eine ganz schöne Rauchentwicklung“, berichtete Feuerwehr-Kommandant Armin Hörl, dessen Kameraden sofort von außen mit der Brandbekämpfung begonnen hatten. Weitere Einsatzkräfte sorgten währenddessen dafür, dass die noch im Mehrfamilienhaus befindlichen Hausbewohner das Gebäude verließen. Anschließend verschaffte sich die Feuerwehr über die Haustür Zutritt zur Wohnung, in der laut Hörl bereits „eine leichte Verrauchung“ festzustellen war.
Ein Übergreifen des Feuers auf die Wohnräume der Wohnung, deren Bewohner zum Zeitpunkt des Brandes nicht zu Hause waren, konnte die Kolbermoorer Feuerwehr aber verhindern. Dennoch schätzt die Polizei den Schaden auf einen sechsstelligen Bereich, nachdem unter anderem die Fassade, der Balkon sowie die komplette Fensterfront Schaden genommen haben.
Bei der Ursache für das Feuer sind sich die Ermittler bereits relativ sicher: „Wir gehen davon aus, dass ein Feuerwerkskörper den Brand ausgelöst hat“, teilte eine Sprecherin der Polizeiinspektion am Donnerstag auf OVB-Anfrage mit. Hinweise darauf, dass dieser absichtlich auf den Balkon geschmissen worden sei, gäbe es aber nicht. Auch zu den Personen, die den Feuerwerkskörper gezündet hatten, sei bislang nichts bekannt. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd hielt sich hingegen bedeckter und teilte mit, dass es nicht auszuschließen sei, dass das Feuer „durch einen pyrotechnischen Gegenstand“ entstanden sei.
Noch während des Einsatzes waren auch die Bewohner der Wohnung nach Hause zurückgekehrt, nachdem sie über den Brandfall informiert worden waren. Glück im Unglück: Sie müssen sich derzeit scheinbar keine neue Bleibe suchen. „Die Wohnung ist nach dem Einsatz belüftet worden“, berichtete Kommandant Hörl. „Nachdem die Wohnung danach rauchfrei war, konnte sie auch wieder bewohnt werden.“ Mathias Weinzierl