Kolbermoor – Die AdBK Kolbermoor ist eine private Akademie für Bildende Kunst mit dem Schwerpunkt moderner Malerei. Der Fokus liegt auf einer intensiven Auseinandersetzung der Studierenden mit dem künstlerischen Schaffen und der Vermittlung von Räumen, Möglichkeiten und Wegen, um zu einer eigenen schöpferischen Kreativität zu finden. Bildende Kunst wird hier als eine visualisierte Form des Nachdenkens und als Verbildlichung von Erlebtem verstanden, und das Studium als persönlicher Entwicklungsprozess, den die Professoren und Dozenten als Weggenossen, Ideengeber und Diskussionspartner beratend und ermutigend begleiten.
Mit dem „offenen Atelier“ ging die engagierte Geschäftsführerin der Akademie, Anna Eisner, neue Wege. Von 11 bis 16 Uhr hatten die Besucher die Möglichkeit, den Dozenten bei ihrem künstlerischen Schaffen quasi über die Schulter zu schauen. Besonders stolz zeigte sich Eisner darüber, dass die Dozenten beziehungsweise Künstler weite Anfahrtswege auf sich nahmen, unter anderem aus Wien und sogar aus der Schweiz. „Und dabei waren sie bis zu sieben Stunden unterwegs“, ergänzte die Geschäftsführerin. Und so nahmen sich an diesem Tag über 20 Dozenten die Zeit, die Besucher in ihre Arbeiten eintauchen zu lassen. Zudem konnten sich Interessierte an diesem Tag auch über das Kurs- und Studienangebot der Akademie informieren. Und das ist enorm: 140 Seminare und sieben Studiengänge warten auf die Interessenten.
Freude über
sehr gelungene Premiere
„Die Besucher erleben heute eine echte Atelieratmosphäre, sie können miterleben, wie Werke entstehen und dabei die Künstler direkt zu ihrem Schaffen befragen“, betonte Anna Eisner. In ihren Augen entsteht der Dialog zwischen Publikum und Dozierenden über das künstlerische Tun auf diese Weise noch leichter als in einer klassischen Ausstellung, wenn die Künstler lediglich anwesend sind.
Als sich um 16 Uhr die Ateliertüren schlossen, zeigte sich Eisner sichtlich zufrieden: Der Andrang war groß, Besucher wie Künstler waren begeistert. Das Premierenformat der Akademie scheint anzukommen – mehr kann man sich für eine erste Veranstaltung kaum wünschen.