Kletter-Abenteuer eines Kolbermoorers

von Redaktion

Wolfgang Büttner, bekannt für seine imposanten Radtouren, begann seine Abenteuer einst mit einer spektakulären Kletterreise durch die USA. Von der „Mutter aller seiner Reisen“, die vor 30 Jahren stattfand, will er nun in Vorträgen berichten.

Kolbermoor/Bad Feilnbach – Eigentlich ist Wolfgang Büttner aus Kolbermoor für seine imposanten Radtouren durch die Welt bekannt, von denen er immer wieder berichtet. So war er mehrmals Tausende Kilometer mit dem Fahrrad auf fremden Kontinenten unterwegs. Immer wieder war das monatelang der Alltag des Abenteurers, der im „wahren“ Leben eigentlich Krankenpfleger ist. Nun stellt der 61-Jährige in mehreren Vorträgen erneut seine besondere Reiselust vor, dieses Mal steht jedoch eine andere Leidenschaft Büttners im Fokus: das Klettern.

Und für den Kolbermoorer ist es wichtig zu betonen, dass es dabei um seine erste große Reise vor 30 Jahren geht, somit die „Mutter aller meiner großen Reisen“, wodurch er überhaupt auf den Geschmack gekommen sei.

„Alle zehn großen Radreisen der letzten 25 Jahre resultieren quasi daraus“, sagt er. Während er im Alltag schon immer fast ausschließlich mit dem Rad unterwegs war, galt einst eine Radtour mit Freunden durch Syrien und Jordanien als Initialzündung für sein Fernweh.

Damals, im Jahr 1992, reifte der Gedanke: „So etwas kann man ja durchaus noch länger machen.“ Es folgte jene monatelange USA-Reise, bei der eben vor allem das Klettern im Fokus stand und für die sich Büttner damals beurlauben ließ. „Da habe ich gemerkt, dass es das Beste ist, was ich mit meinem Geld und mit meiner Zeit anfangen kann“, beschreibt Büttner das grenzenlose Reisen, ohne morgen oder übermorgen im Hinterkopf haben zu müssen.

Den Spruch „Lebe deine Träume“ hat sich Büttner bei vielen Radreisen verwirklicht, allen voran aber auch bei der über ein Jahr andauernden Kletterreise in den Jahren 1993 und 1994. Unter dem Motto „Ein Jahr in der Senkrechten – vom Boulder zum Big Wall“ will der 61-Jährige nun Interessierten von seinen spektakulären Erfahrungen berichten. Dabei will er die Zuschauer bei den Vorträgen mit auf eine Reise durch den Westen der USA nehmen, wo sich Klettergebiete und Nationalparks wie auf einer Perlenkette aneinanderreihen. Joshua Tree und Yosemite in Kalifornien, die Red Rocks bei Las Vegas, Yellowstone, Wind River Mountains und der Devils Tower in Wyoming, Arches, Zion und Bryce Canyon in Utah, Rocky Mountains sowie Wanderungen in den Grand Canyon und der für Schiffbrüchige angelegte West Coast Trail auf Vancouver Island in Kanada. Laut Büttner wechselten sich dabei verschiedene „Spielarten“ des Kletterns ab, wie das Bouldern an Felsblöcken, entspannte Klettergärten, abenteuerliche Mehrseillängentouren bis hin zu mehrtägigen Big Walls an der 1.000-Meter-Wand des El Capitan.

Um seine Erlebnisse mit Interessierten zu teilen, macht Büttner in den nächsten Tagen und Wochen Halt in Bad Feilnbach, Westerndorf und Feldkirchen-Westerham. Die Vorträge sind jeweils Benefizveranstaltungen für die Familienschwestern und deren Projekte in Sucre/Bolivien.

Termine für „Ein Jahr in der Senkrechten“

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