Fünf Bewerber und fünf Meinungen

von Redaktion

Zum Thema „Fünf Bewerber, fünf Meinungen“ (Lokalteil):

Es ist hochinteressant, wie unterschiedlich sich die fünf Bewerber für das Bürgermeisteramt zum geplanten Nordost-Quartier positionieren. Insbesondere der SPD Kandidat wiederholt gebetsmühlenartig die Argumentation des derzeitigen Bürgermeisters, dass die Verkehrsführung, die Massivität, aber auch die Erschließung – und hier meint er wohl die verkehrsmäßige Erschließung der Fürstätter Straße – erst im Bebauungsplan festgelegt werden können. Dieser Haltung schließt sich auch der Kandidat der Parteifreien an.

Alle getreu nach dem Motto: Wir wissen zwar jetzt schon, dass die Erschließung so nicht möglich sein wird, jetzt planen wir aber erst mal drauf los, damit wir es dann am Schluss auch wirklich wissen. Hier lobe ich mir doch den Bürgermeisterkandidaten der CSU. Der sieht diese Problematik weit pragmatischer, wenn er sagt, die Erschließung eines Baugebietes sei ein wesentlicher Punkt, denn davon hänge unmittelbar ab, ob eine Bebauung überhaupt möglich ist. Sprich, solange die Erschließung nicht gesichert ist, auch nicht im Ansatz, braucht man auch kein Geld für die Erstellung eines Bebauungsplans ausgeben.

Da hat er recht! Insbesondere recht hat er, auch wenn er darauf hinweist, dass die Planer in den sehr umfangreichen und detaillierten Vorplanungen in zu dieser Frage keine Klarheit Lösungsvorschläge gebracht haben. Es wurde zwar immer wieder gesagt, es gäbe mehrere Lösungen für das Problem – nur keiner der Planer hat sie je verraten.

Klaus Ströbele

Kolbermoor

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