Schäffler gehen für sieben Jahre in die Pause

von Redaktion

Nach gut sechs Wochen und hunderten von Auftritten ging am Faschingssonntag die Saison der Kolbermoorer Schäffler zu Ende. Freude über die gelungenen Auftritte und Stolz über den Erhalt der jahrzehntelangen Tradition prägten den letzten Auftritt.

Kolbermoor – Nach gut sechs Wochen und hunderten von Auftritten ging am Faschingssonntag die Saison der Kolbermoorer Schäffler zu Ende. Freude über die gelungenen Auftritte und Stolz über den Erhalt der jahrzehntelangen Tradition prägten den letzten Auftritt.

An die 500 Zuschauer verfolgten bei eiskalten Temperaturen den schwungvollen Abschlusstanz mit dem sich die Tänzer, Fahnenträger, Kronen- und Fassträger sowie die Fasskasperl auf dem Platz vor dem Alten Rathaus unter dem starken Beifall der Menschenmenge verabschiedeten. Ein letztes Mal konnte die Bevölkerung die Tanzformationen verfolgen mit Aufmarsch, der Laube, dem Kreuz, die Quadrille und dem Höhepunkt, der „Krone“.

Erinnerungen an
die Anfangszeit

Schäfflermeister Peter Kloo erinnerte an das Jahr 1886, wo der Schäfflertanz erstmals in Kolbermoor aufgeführt wurde. Im damals noch jungen Ort Kolbermoor gebaren einige den Gedanken, man müsse doch mehr Leben in den Ort bringen und man erinnerte sich an den Münchner Schäfflertanz, der einst zu den schweren Pestzeiten eingeführt wurde.

„140 Jahre später stehen wir wieder hier und was ist aus unserem Ort geworden“ erinnerte Kloo – ein Ort mit viel Leben und aktiven Vereinen. „Und ein Ort, an dem die Tradition des Schäfflertanzes noch heute lebt“, fuhr der langjährige Bürgermeister fort, bevor er den vielen Helfern, die zum Gelingen beitrugen, dankte.

Wie schnell die Zeit vergeht, sehe man am letzten Auftritt der Schäffler, 2019. Und heute, 2026, denke man schon an die Auftritte 2033. „Und bis dahin wünschen wir allen viel Lebensfreude, Mut und Zuversicht so der Schäfflermeister.

Auch der Vorsitzende des Trachtenvereins Immergrün, Christian Staudinger, hob die lange Tradition hervor: „140 Jahre Schäffler-Tradition in Kolbermoor sind kein alter Hut“, betonte er und dankte Schäfflermeister Peter Kloo für seine Arbeit – trotz seiner 24-jährigen Tätigkeit als Bürgermeister.

Staudinger gab zudem einen geschichtlichen Rückblick: 1886 habe man sich gesagt, man könne nicht sieben Jahre bis 1893 warten – man müsse auch in der Zwischenzeit etwas für die Bevölkerung tun und die tanzfreie Zeit überbrücken. „Und so entstand damals der Trachtenverein Immergrün (ursprünglich Dramatischer Club Immergrün)“, erklärte er.

Glück und
Gesundheit

Den Fasskasperln oblag es dann, in lustigen Versen Vergangenheit und Zukunft ins richtige Licht zu rücken. Was die Zukunft bringe, wisse man nicht – vielleicht spielen die Sechziger in der Champions League oder vielleicht tanzen dann Roboter als Schäffler? Ganz sicher aber wussten sie, dass sie allen Menschen in und um Kolbermoor viel Glück und Gesundheit für die nächsten sieben Jahre wünschen.

Nach den Abschieds-Versen hieß es dann Abmarsch unter den Klängen der Musikkapelle „Am Was’n“. Abmarsch in die sieben Jahre andauernde Tanzpause, denn erst 2033 werden die Kolbermoorer Schäffler, basierend auf der alten Tradition, das nächste Mal in ihre Kostüme schlüpfen und die Bürger wieder mit ihren Auftritten erfreuen.

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