Nachruf

von Redaktion

Kolbermoor – Eine überaus große Trauergemeinde begleitete am Aschermittwoch Reinhold Bichlmeyer, einen gewiss verdienten Lohholzer Bürger, auf seinem letzten Weg in den Friedhof der Stadt Bad Aibling. Nach langem und beispielhaft duldsamem Leiden verstarb der „Reini“ am 6. Februar zu Hause im Kreise seiner Familie, die ihn umsorgt und gepflegt hat.

Das Requiem fand in der Stadtpfarrkirche „Maria Himmelfahrt“ zu Bad Aibling statt und wurde von Kolbermoors Stadtkirchenpfarrer Maurus Scheurenbrand zelebriert. Der Geistliche selbst hat den Verstorbenen in seinem Leiden begleitet und fand in der Kirche trostreiche Worte anlässlich der Schilderung des Lebensweges dieses großartigen Menschen, der, so der Seelsorger, mit ungemeiner Freude am Leben tatkräftig zugepackt, keinem anderen seine Hilfe versagt und gerade im Vereinsleben des Ortsteils Lohholz nach seiner Hochzeit mit seiner Frau Christa, einer gebürtigen Schöffegger, segensreiche Spuren hinterlassen habe.

Reinhold Bichlmeyer tauchte aktiv in die Gemeinschaften ein, wurde Mitglied in der „Altschützengesellschaft Lohholz“, in der er nach 15 Jahren als Zweiter Schützenmeister im Jahre 2014 die Position des Vorsitzenden übernahm und auch bei den „Böllerschützen“ an deren Aufbau und Weiterentwicklung er beteiligt war.

Mit zahlreichen Ehrungen wurde Reinhold Bichlmeyer bedacht. Darunter auch die „Silberne Gams“ des bayerischen Sportschützenbundes. Nahezu ein halbes Jahrhundert gehörte er auch der „Eisschützengemeinschaft Lohholz“ an und sorgte besonders früher bei den Vereinsmeisterschaften für so manche Gaudi – zusammen mit der Christa, die ja aktiv in der Damenmannschaft Turniere bestritt.

Seine überaus große Leidenschaft gehörte auch der „Lyra Lohholz“, der er über 40 Jahre mit seiner großen Freude am Volkslied als Sänger mit seiner markanten zweiten Stimme angehörte. Der „Männerchor“ war sein Zuhause, aber auch im „Lohholzer Hausgsang“ gab er zusammen mit Jutta Gruber, seiner Frau und Peter Maier (Zither) einen harmonischen Vierklang ab.

So übernahm der Verstorbene, tatkräftig keiner Arbeit aus dem Wege gehend, schon vor 30 Jahren den Vorstandsposten der Sängergemeinschaft und drückte ihr eindrucksvoll seinen Stempel auf.

Für den Männerchor war es eine Herzensangelegenheit, gesanglich als letzten Gruß noch die Trauermesse zusammen mit Christian Eisners Saitenmusik musikalisch zu begleiten. Selbst die „Kolbermoorer Stadtkapelle“ übernahm im Friedhof mit einer kleinen Abordnung die musikalische Gestaltung.

Die Böllerschützen schickten als letzten Gruß eine Salve in den Himmel und die Fahnen der befreundeten Schützenvereine senkten sich zum Gedenken. Am Grabe selbst waren sich wohl alle einig, dass es schon einer unerbittlichen Krankheit bedurfte, diesen mächtigen Baum zu fällen, der so tiefe Wurzeln in seiner von ihm über alles geliebten Familie, bei den Mitmenschen und Gemeinschaften, denen er mit so viel Freude und Energie unter die Arme griff, hinterließ.

Seine treue Familie wird nun dafür sorgen, dass in seinem „Räucherkammerl“ auch in Zukunft ein hervorragendes „Geselchtes“ hängt und die neuen Winterreifen für seinen Unimog, ein Geschenk zum 70. Geburtstag, nach wie vor tiefe Spuren in der „Fuizn“ hinterlassen. js

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