Staatspreis für 13 Absolventen

von Redaktion

Großer Erfolg für 110 Absolventen der Berufsschule Bad Aibling: Sie erhielten ihre Abschlusszeugnisse. 13 Azubis wurden für ihre Bestnoten mit dem Staatspreis geehrt. Bei der Feier gab es lobende Worte und einen prominenten Gastmusiker an der Tuba.

Bad Aibling – An 110 Absolventen der Staatlichen Berufsschule Bad Aibling wurden die Abschlusszeugnisse verliehen. Sie hatten ihre Ausbildung in den Bereichen Metalltechnik (Feinwerkmechaniker-Maschinenbau), Metallbautechnik (Konstruktionstechnik), Industriemechanik und Anlagenmechanik (Sanitär/Heizung/Klima) beendet.

13 Azubis, darunter Sandra Elisabeth Baumann und Sofia Barbara Feichtner, erzielten eine Abschlussnote von 1,5 oder besser und erhalten dafür den Staatspreis der Regierung von Oberbayern. Zudem haben 22 Schüler mit dem Berufsschulabschluss die Mittlere Reife erworben.

Gedenken an
Pius Burger

Studiendirektor Markus Schütz eröffnete die Feier mit einer Gedenkminute für den im Januar 2026 im Alter von 16 Jahren tödlich verunglückten Schüler Pius Burger. Anschließend begrüßte er neben den Absolventen, Lehrkräften und Vertretern der Ausbildungsfirmen unter anderem auch die Innungsobermeister Christian Albersinger, Thomas Pichler und Florian Stein, die Prüfungsausschussvorsitzenden Sepp Gantner und Ralph Seifried sowie Manuela Springer vom Landkreis-Fachbereich für Schulen.

Der stellvertretende Schulleiter erklärte den Absolventen: „Heute endet ein Kapitel und ein neues beginnt. Ihr habt euch in eurer Ausbildung nicht nur fachliches Wissen und handwerkliche Fertigkeiten angeeignet, sondern auch Verantwortung und Teamgeist gezeigt. Ich wünsche euch, dass ihr den Weg mit Mut und Selbstvertrauen weitergeht.“

Landrat Otto Lederer zog in seiner Rede Parallelen zu den kürzlich beendeten Olympischen Winterspielen. Er konstatierte: „Die Sportler mussten für ihre Teilnahme Trainingsfleiß, Disziplin und Durchhaltevermögen an den Tag legen und auch Rückschläge verkraften – das verbindet euch Absolventen mit ihnen.“ Er fügte das Sprichwort des österreichischen Lehrers und Dichters Ernst Ferstl hinzu: „Erfolg ist ein Geschenk, verpackt in harte Arbeit.“

Weiter führte der Landrat aus: „Euer Abschluss ist nicht nur euer persönlicher Erfolg, sondern auch ein Gewinn für die ganze Region mit ihren vielen leistungsfähigen und innovativen Betrieben. Seht diese Ausbildung als Fundament, auf das ihr aufbauen könnt.“ Abschließend dankte er „allen, die euch bei der Ausbildung unterstützt haben“.

In einem Impulsvortrag mit dem Titel „Standortbestimmung“ schärfte der evangelische Stadtpfarrer Markus Merz den Blick auf die Dinge, die wirklich wichtig sind. Dabei helfe der persönliche Kompass, der aber nur die grobe Richtung vorgebe. Der Geistliche hob hervor: „Es geht aber nicht um Perfektion, sondern darum, wie wir uns auf den Weg machen. Man braucht auch eine Herzensorientierung. Arbeiten „mit Herz und Verstand“ heißt, auch auf den anderen zu achten.“

Aufenthalte
in aller Welt

Oberstudiendirektor Jürgen Ersing dankte eingangs seiner Ansprache dem Landrat und dem Kreistag für die zusätzliche technische Ausstattung, die die Schule im Rahmen ihrer Einstufung als „Profilschule für Informatik und Zukunftstechnologien“ (PIZ) erhalten hat. Er gab zudem bekannt, dass die Schule kürzlich als „Erasmus +“-Schule zertifiziert wurde. Der Schulleiter berichtete: „Das bedeutet, dass künftig neben dem erneuten Aufenthalt von Schülern im kanadischen Vancouver und erstmals in Korea auch Partnerschaften mit Schulen in Polen und Frankreich aufgebaut werden.“ Anschließend wurde ein viel beklatschter Film mit Szenen aus der Ausbildung gezeigt, in den auch das nagelneue Schullied eingebettet war: „Lernen fürs Leben, Schritt für Schritt. Auf Augenhöhe, wir nehmen dich mit. Berufsschule Aibling, das ist klar, macht dich fit für dein Leben Jahr für Jahr.“ Jürgen Ersing stellte fest: „Der Film drückt aus, dass unsere Schule euch nicht nur fachlich ausbildet, sondern euch auch Werte mitgibt. Ihr sollt euch weiter entwickeln, eingebettet in eine internationale Ordnung.“ Zusammen mit Landrat Otto Lederer nahm er die Ehrung der 13 Notenbesten vor, die auch eine finanzielle Zuwendung des Landkreises erhielten. Musikalisch umrahmt wurde die Abschlussfeier mit flotten Melodien von der „Schulhaus-Musi“, bei der neben Sepp Staber und seinem Sohn Seppi ein prominenter Gastmusiker mitwirkte: Der aus Riedering stammende Schauspieler Maximilian Brückner blies die Tuba.

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