Bad Aibling – Über eine Vielzahl von Besuchern konnten sich die Veranstalter der Ausstellung „Die Büchse der Pandora“ in der Villa Maria freuen. Galerist Ernst Geyer begrüßte alle Anwesenden und erläuterte, dass (was selten in der „Villa“ der Fall ist) zwei Künstler in einer Ausstellung zu sehen seien: der venezolanische Bildhauer Alejandro Calderon Jaffé und die Schmuckkünstlerin Diana Dudek aus München.
Der Mythos der „Büchse der Pandora“ stehe „für das Freisetzen unabsehbarer Kräfte“, führte Geyer aus, Kräfte, die eine verhängnisvolle Auswirkung auf die Menschheit haben können – wie Krieg, Krankheit, Elend. Die beiden Künstler nähern sich in ihren Werken auf unterschiedliche Weise dem Thema.
Ernst Geyer übernahm den Part, zu den Arbeiten von Diana Dudek zu sprechen. Sie ist Trägerin des hoch angesehenen Dannerpreises, der besondere Arbeiten im Kunsthandwerk auszeichnet. Ihre filigranen Schmuckstücke, Broschen in Blütenform und betont schlichte Ketten erinnern an die Zeit des erzwungenen Stillstands während Corona. „Arbeit wird für sie zum Raum für das Verarbeiten von Emotionen, Eindrücken, Träumen und Inspirationen“, sagte Geyer. „Ihre floralen Broschen und Anstecker initiieren ein Bewusstsein für Geschichte, für das Erinnern und das Nichtvergessen.“ An eine Goldschmiedelehre schloss Dudek ein Studium in Barcelona und in Genf an. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen begleiten ihren künstlerischen Weg.
Tini Polt übernahm es, sehr persönliche Worte zum Werk des Bildhauers Alejandro Calderon Jaffé zu sprechen, den sie über ihre in Venezuela lebenden Neffen kennengelernt hat. Seit vielen Jahren verfolgt sie die Arbeiten Jaffés mit großem Interesse, stellt immer wieder fest, dass man die Angst des jungen Mannes in seinen Werken spüren kann. Jaffé hat seine Heimat Venezuela verlassen, um auf Burg Giebichenstein in Halle zu studieren und ist in Deutschland geblieben. Die Arbeiten, die er in der Villa zeigt, drehen sich um das Handy und die überbordende Rolle, die es in unserer Gesellschaft spielt. Witzig und ironisch sind die Kunstwerke, stimmen aber auch nachdenklich. Im Mittelpunkt steht eine Serie von kleinen Bronzeplastiken, die Menschen mit ihrem Handy darstellt.
Die Ausstellung läuft noch bis zum 29. März, Freitag vom 16 bis 20 Uhr, Samstag und Sonntag jeweils 14 bis 18 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung,