Kolbermoor – Was wäre wohl die Welt ohne Musik? Sie wäre wohl nur halb so schön! Musik transportiert das ganze Repertoire von Glück bis Leid, von Sehnsucht bis Schmerz und beeinflusst dabei unser Gemüt. Diese Erfahrung konnten kürzlich auch die Besucher des Musikanten-Hoagaschts in Kolbermoor bei den „Immergrünen Trachtlern“ machen.
Mit dem Thema „Jagern und Wuidern“ konnten die anwesenden Gruppen auf eine nahezu unerschöpfliche Quelle an Lieder- und Musikstücken zurückgreifen. Der Oberstoaleitn Gsang, bestehend aus drei jungen Sängerinnen aus dem Oberland, verwöhnte dabei das Publikum gesanglich mit Stücken über die „Liab und as Leid“ in der Jagerei. Im Gegenzug trugen die Parsberger Sänger, welche bereits seit über 40 Jahren aktiv sind, Lieder über das Zusammentreffen der Kontrahenten Jäger und Wilderer gekonnt vor.
Instrumental umrahmt wurde die Veranstaltung von den Hosei Dirndln aus Weildorf, die im Berchtesgadener Land wohnhaft sind. Die beiden noch recht jungen Geschwister zogen mit ihren Ziach-Stückerln die Zuhörer in ihren Bann. Für den instrumentalen Höhepunkt sorgte an diesem Abend die Weinberg Zithermusi. Dabei verzauberten sie die Anwesenden mit dem schneidigen und harmonischen Zusammenspiel von drei Zithern und einer Kontragitarre.
Durch das Programm führte Florian Podhorny, der mit kleinen Beiträgen zur Thematik den historischen Hintergrund sowie den Einzug der Jagerei in die traditionelle Volksmusik darstellte. Nach gut zwei Stunden Programm und einer kleinen Pause fand der Hoagascht einen gemütlichen Ausklang beim geselligen Ratsch, der durch Musik weiter untermalt wurde.