Mangfalltal – Kommt da etwas Ungemach auf die Fahrgäste der Bayerischen Regiobahn (BRB) von und ins Mangfalltal zu? Nach Informationen der OVB-Heimatzeitungen feilen die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die den Schienenpersonennahverkehr in Bayern im Auftrag des bayerischen Verkehrsministeriums plant, gemeinsam mit der BRB am Fahrplan 2027 – was geänderte Zugverbindungen für Pendler im Mangfalltal bedeuten könnte.
Zuverlässigkeit
soll erhöht werden
Nach Angaben von BEG und BRB sollen die Maßnahmen, vorausgesetzt, sie kommen auch, aber positive Auswirkungen auf die Fahrgäste haben: So würden die Änderungen laut BEG geprüft, um „die Pünktlichkeit zu verbessern“. Die BRB spricht von mehr „Fahrbahnrobustheit“.
Dass es derzeit Prüfungen zum Fahrplan gibt, bestätigen auf OVB-Anfrage sowohl BEG als auch BRB. „In der Tat prüfen BEG und BRB aktuell, inwieweit der Fahrplan der Mangfalltalbahn etwas angepasst werden kann, um die Pünktlichkeit zu verbessern“, teilt dazu BEG-Geschäftsführerin Bärbel Fuchs mit. Sabine Floßmann, Marketingleiterin der Bayerischen Regionbahn, betont aber, dass die Realisierbarkeit letztlich „seitens des Netzfahrplans (DB InfraGO) geprüft werden“ müsse.
Ziel der Überlegungen ist es nach Angaben beider Unternehmen, die Zuverlässigkeit der Zugverbindungen für die Fahrgäste aus dem und ins Mangfalltal zu verbessern. „Im Detail geht es darum, bei einigen Berufsverkehrszügen, die von Rosenheim hinaus über Holzkirchen nach München fahren beziehungsweise von dort kommen, einzelne Zugbegegnungen von Bruckmühl nach Westerham und von Kolbermoor nach Bad Aibling zu verlegen“, schildert Fuchs die Überlegungen. „Dadurch würden wertvolle Fahrzeitreserven entstehen und Folgeverspätungen könnten verringert werden.“ So verweist Floßmann beispielsweise darauf, dass „ausgewählte Zugleistungen auf der Linie RB 58 derzeit wochentags von bis zu zehn Minuten Verspätungen betroffen sind“.
Rund zehn Verbindungen
auf dem Prüfstand
Nach Angaben von Floßmann stünden derzeit „rund zehn Verbindungen, vor allem im Bereich der Zwischentaktzüge“, auf dem Prüfstand. Genauere Angaben, um welche Verbindungen es sich handelt, machte sie aber nicht. Dabei scheint es aber nicht darum zu gehen, den Fahrplan auszudünnen, sondern einzelne Verbindungen zeitlich etwas zu verschieben.
„Die Fahrzeiten einzelner Züge werden sich um wenige Minuten ändern und dadurch um circa zwei bis vier Minuten verlängern“, so Floßmann weiter. „Somit soll die pünktliche Kreuzung beider Züge erreicht und die Fahrbahnrobustheit verbessert werden.“
Ob es wirklich so kommen wird, steht nach Angaben von BEG-Geschäftsführerin Fuchs aber noch nicht fest. Auch eine Prognose will sie dazu nicht abgeben: „Da die Prüfungen aktuell noch laufen und Fahrplanänderungen außerdem mit dem Betreiber des Schienennetzes, der bundeseigenen DB InfraGO AG, abgestimmt werden müssen, kann über die Realisierbarkeit gegenwärtig noch keine Aussage getroffen werden.“