Rat bewilligt Zuschuss für neue BMX-Anlage

von Redaktion

Die BMX-Abteilung des SV-DJK Kolbermoor benötigt eine neue Anlage, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Für das 1,3 Millionen Euro teure Projekt hat der Stadtrat nun einen städtischen Zuschuss in Höhe von 500.000 Euro bewilligt und damit die Weichen für den Neubau gestellt.

Kolbermoor – Titel bei den Deutschen Meisterschaften, Top-Platzierungen bei Europacup-Rennen und 1996 sogar der Weltmeistertitel für Steffi Lechner: Die BMX-Abteilung des SV-DJK Kolbermoor ist ein wichtiges Aushängeschild des Gesamtvereins. Damit das auch in Zukunft so bleibt und Kolbermoorer Athleten in der Weltspitze mitfahren, ist nach Angaben der Vereinsverantwortlichen aber dringend eine neue BMX-Anlage vonnöten. Dass der Verein diese Millionen-Investition auch stemmen kann, dafür hat die Stadt mit einer Zuschusszusage jetzt maßgeblich die Weichen gestellt.

Als in den 1980er-Jahren die BMX-Welle auch die Region erreicht hatte, entstand 1983 in Kolbermoor nicht nur eine BMX-Unterabteilung im ortsansässigen Sportverein, sondern ein Jahr später auch eine erste, nach Angaben des Vereins „recht improvisierte“ BMX-Anlage an der Aiblinger Straße. Eine Anlage, die in den vergangenen vier Jahrzehnten immer wieder um- und ausgebaut worden war, mittlerweile aber nicht mehr den Ansprüchen des heutigen BMX-Sports genügt.

„Moderne BMX-Strecken sind höher, schneller und technisch komplexer – mit steileren Kurven und anspruchsvolleren Hindernissen“, teilte der Verein dazu im Sommer 2025 mit. Was die aktuelle Bahn „nicht leisten“ könne. Dass die BMX-Abteilung mit ihren aktuell knapp 150 Mitgliedern und rund 120 aktiven Fahrern eine neue Anlage bekommen soll, dafür setzt sich der Verein bereits seit Langem ein. Seit rund vier Jahren werden die Planungen dafür immer konkreter, nachdem zunächst die Entscheidung gefallen war, den Standort beizubehalten. Im Sommer 2025 konnten die BMXler dann sogar erste Entwürfe präsentieren, wie die BMX-Anlage zukünftig aussehen soll.

Das Problem: Nach derzeitigem Stand soll die Anlage fast 1,3 Millionen Euro kosten. Rund 241.000 Euro will der SV-DJK Kolbermoor selbst stemmen, zudem hofft der Verein auf Zuschüsse seitens des Bayerischen Landessportverbands (BLSV) und des DJK-Sportverbands in Höhe von rund 536.000 Euro. Um die Finanzierungslücke in Höhe von rund 500.000 Euro zu schließen, hatte der Verein letztlich einen Zuschussantrag bei der Stadt Kolbermoor gestellt.

Einem Antrag, dem der Kolbermoorer Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung jetzt einstimmig grünes Licht gegeben hat. Wenngleich Caroline Schwägerl (Grüne) dem Antrag nur mit etwas Bauchschmerzen zustimmen konnte.

„Ich habe mich mit der Neubaugeschichte zunächst ein bisschen schwer getan“, so Caroline Schwägerl, der vor allem „die gefällten Bäume weh“ tun. Daher legte sie den Vereinsverantwortlichen ans Herz, sich um eine Neubepflanzung zu bemühen.

Der SV-DJK Kolbermoor wird bei seiner Mitgliederversammlung im Mai abschließend über den Neubau der BMX-Anlage entscheiden. Der Baubeginn an der Aiblinger Straße ist dann bereits für Sommer angedacht. Der Zuschuss der Stadt wird „nach Baufortschritt und unter Vorlage des Kostennachweises“ ausbezahlt, und zwar aufgeteilt auf die Jahre 2026 und 2027.

Artikel 3 von 4