Kolbermoor – Weniger Aussteller, weniger Messetage – aber keineswegs weniger Nutzen: Die Berufsorientierungs- und Ausbildungsmesse „Fit for Future“ an der Pauline-Thoma-Mittelschule hat auch in ihrer verkleinerten Ausgabe ihren Zweck erfüllt.
Statt über drei Tage erstreckte sich die Veranstaltung diesmal auf einen kompakten Messetag. Der Grund: Im Vergleich zum Vorjahr hatten sich weniger Betriebe angemeldet. Das Interesse der Schüler war dennoch groß.
Der Tag begann mit dem Messeteil und setzte sich danach mit Workshops im Klassenverbund rund um das Thema Beruf fort. Zum Auftakt begrüßte Rektor Markus Rinner die rund 90 Jugendlichen der Vorabgangsklassen. Er erinnerte an die Bedeutung einer qualifizierten Ausbildung und forderte die Schüler auf, die Gelegenheit zum direkten Austausch mit den Unternehmen intensiv zu nutzen. Gleichzeitig sprach er dem Organisationsteam um die Lehrkräfte Karin Titz und Marina Linnemann, Berufsberater Bruno Baumann sowie Silvia Baumann von der Jugendsozialarbeit seinen Dank für die Vorbereitung der Veranstaltung aus.
Diese richtete sich vor allem an die Vorabgangsklassen und sollte den Jugendlichen Einblicke in regionale Ausbildungsberufe und Unternehmen geben. An den Ständen konnten sie nicht nur Informationen über verschiedene Berufe sammeln, sondern auch persönliche Gespräche mit Ausbildern und Fachkräften führen.
Viele nutzten die Gelegenheit, um konkrete Fragen zu Ausbildungsinhalten, Bewerbungsvoraussetzungen und Karrierechancen zu stellen. In der Aula der Schule präsentierten sich lokale Arbeitgeber wie Auto Eder, DM-Drogeriemarkt, Rewe, Elektro Duschl, Protze, Baumann Bau, FUG und TVI. Aber auch die „Romed-Kliniken“, Sparkasse und die Bundeswehr waren vertreten. Ebenso die Stadt Kolbermoor, das Landratsamt, die Agentur für Arbeit, die Kinderpflegeschule und die Hauswirtschaftsschule sowie Polizei und Heizungsinnung.
Im Anschluss an den Messeteil standen verpflichtende Workshops auf dem Programm. Dort erhielten die Jugendlichen praxisnahe Hilfestellungen für ihren Einstieg ins Berufsleben. Themen waren unter anderem das erfolgreiche Vorstellungsgespräch, der Aufbau einer vollständigen Bewerbungsmappe sowie die Inhalte eines Ausbildungsvertrags.
Die Referenten machten deutlich, wie wichtig Sorgfalt bei Bewerbungsunterlagen ist, und vermittelten grundlegende Verhaltensregeln – vom fehlerfreien Anschreiben über einen festen Händedruck bis hin zu einer selbstbewussten Körpersprache.
Ein weiterer Workshop setzte sich mit dem Thema „Einstellungstests und Assessmentcenter“ auseinander. So war für jeden etwas dabei. Und einiges an Erfahrungen brachten die Jugendlichen auch schon mit, denn die meisten von ihnen hatten bereits Praktika hinter sich.
Trotz des verkleinerten Formats erwies sich die diesjährige „Fit for Future“ damit erneut als wichtige Plattform, um junge Menschen mit regionalen Ausbildungsbetrieben zusammenzubringen und ihnen konkrete Perspektiven für den Einstieg ins Berufsleben aufzuzeigen.