Aus für Alnatura in Kolbermoor

von Redaktion

Aus für Alnatura in Kolbermoor: Der Bio-Markt an der Carl-Jordan-Straße öffnet am Samstag, 27. Juni, letztmals. Für die Räumlichkeiten gibt es offenbar bereits einen Nachfolger, der für ein anderes Geschäft in der Stadt zur großen Konkurrenz werden könnte.

Kolbermoor – Rund neun Jahre konnten sich Verbraucher am Alnatura-Supermarkt an der Carl-Jordan-Straße in Kolbermoor mit Bio-Waren aller Art eindecken – von Lebensmitteln über Naturkosmetik bis zur Kinderbekleidung aus Biobaumwolle. Doch damit ist jetzt Schluss. „Da der Standort leider nicht den erhofften Kundenzuspruch erreichen konnte, haben wir uns entschieden, den Markt zum 27. Juni zu schließen“, teilte Marie Gonther vom Alnatura-Presseteam nun mit.

Kein neuer Standort
in der Region geplant

Nach OVB-Informationen soll sich in den Räumlichkeiten mit einer Verkaufsfläche von rund 800 Quadratmetern künftig eine „Mix Markt“-Filiale ansiedeln. In diesen Supermärkten, von denen es deutschlandweit mittlerweile rund 200 gibt, werden in erster Linie Lebensmittel und Produkte aus osteuropäischen Ländern angeboten. Eine Bestätigung des Unternehmens steht allerdings noch aus. Mehrere OVB-Anfragen blieben bis Redaktionsschluss unbeantwortet.

Wie viele Mitarbeiter von der Schließung des Alnatura-Marktes betroffen sind, dazu machte die Alnatura Produktions- und Handels GmbH mit Sitz in Darmstadt zwar keine Angaben. Sprecherin Gonther betonte aber, dass allen Mitarbeitern „Beschäftigungsmöglichkeiten in anderen Alnatura-Märkten angeboten“ worden seien. Allerdings sind die Filialen in der Region recht spärlich gesät. So befindet sich der nächstgelegene Markt nach Angaben des Alnatura-Presseteams in Unterhaching (Landkreis München), mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Markt am Münchner Ostbahnhof die am schnellsten erreichbare Alternative.

Dass das Unternehmen im Mangfalltal beziehungsweise im Raum Rosenheim in naher Zukunft eine neue Filiale eröffnen wird, ist hingegen eher unwahrscheinlich. „Aktuell ist kein weiterer Standort in der Region geplant“, teilte Alnatura-Sprecherin Gonther dazu mit. „Wir prüfen jedoch regelmäßig potenzielle neue Standorte und Entwicklungsmöglichkeiten.“

Dass auf den Alnatura-Markt nun womöglich ein Mix-Markt folgen wird, ist wiederum für die Inhaberin des Geschäfts „Emigrant“, das vor einigen Jahren auf dem Spinnerei-Gelände in Kolbermoor eröffnet hat, „nicht so toll“, wie sie gegenüber dem OVB betont. Denn der kleine Supermarkt setzt seit seiner Eröffnung ebenfalls auf internationale Lebensmittel. Diese stammen zwar unter anderem aus der Türkei, aber eben auch aus osteuropäischen Ländern wie Polen, Rumänien und Russland.

Kunden bekommen
mehr Auswahl

„Das ist natürlich eine große Konkurrenz für uns“, befürchtet daher die Emigrant-Inhaberin. Dennoch will sie aktuell noch „keine Prognose“ abgeben, wie sich die mögliche Mix-Markt-Ansiedlung auf ihr Geschäft auswirken könnte. „Das müssen wir abwarten“, sagt sie und hofft, dass ihre bisherigen Stammkunden dem „Emigrant“ treu bleiben: „Letztlich entscheidet der Kunde ja aber für sich selbst, wo er zum Einkaufen geht.“

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