Kolbermoor – Die Vorfreude steigt: Am morgigen Samstag steigt das vierte Pullacher Familienfest, das die Freiwillige Feuerwehr Pullach, der SC Pullach, die Altschützengesellschaft Pullach, der Trommlerzug Pullach und der Rauchclub Pullach gemeinsam veranstalten. Um 14 Uhr geht‘s am Dorfplatz los, die Wettervorhersage prophezeit bestes Sommerwetter mit Sonne satt und Temperaturen bis 26 Grad. Was die Besucher alles erwartet, wie das Familienfest überhaupt ins Leben gerufen worden ist und wie die Pullacher zur Stadt Kolbermoor stehen, hat Hermann Tutschka, der dem Ortskartell, einem Zusammenschluss der fünf Vereine, vorsitzt, im Interview mit dem OVB beantwortet.
Am Samstag, 4. Juli, steigt wieder das traditionelle Familienfest der Pullacher Vereine. Was erwartet die Besucher in diesem Jahr?
Wir haben wieder ein tolles und abwechslungsreiches Programm: Ab 14 Uhr startet das Familienfest auf dem Dorfplatz. Für die kleinen Besucher gibt es eine Vielzahl von Attraktionen, wie eine große Hüpfburg, Bobbycar-Rennstrecke und Wasserspritzenhaus. Alt und Jung dürfen sich zudem beim Masskrug-Schieben versuchen und ihre Zielgenauigkeit an der Torwand und mit den Lichtgewehren unter Beweis stellen. Alles selbstverständlich kostenlos. Als weiteres Highlight veranstalten die Schützen und Fußballer einen Gaudi-Biathlon, bei dem alle ab zwölf Jahren teilnehmen können. Er besteht aus dreimal einem Kilometer Laufen, dazwischen zwei Schießdurchgängen. Weitere Infos und die Kontaktdaten für die Anmeldung finden Interessierte unter www.sc-pullach.de. Essen und Trinken dürfen beim Familienfest natürlich auch nicht zu kurz kommen, sodass wir ab 14 Uhr mit Kaffee und den leckeren Kuchen unserer Frauen starten, natürlich auch mit dem Schankbetrieb. Gegen 16 Uhr heizen wir den Grill für Steaksemmeln und Grillwürste an und lassen das Familienfest gemeinsam bis in die Abendstunden ausklingen.
Welche Rolle spielt das Pullacher Familienfest aus Ihrer Sicht für den Zusammenhalt in Pullach?
Viele Pullacherinnen und Pullacher sind Mitglied in jedem der fünf Vereine, was bereits ein starkes Zeichen ist, wie fest verwurzelt die Dorfgemeinschaft ist. Das Familienfest unterstreicht diesen Zusammenhalt in Pullach: Ein gemeinsames Fest von Pullachern für alle Pullacherinnen und Pullacher, sowie für alle Freunde aus nah und fern. Und wichtig ist uns mit dem Fest auch, die Pullacher Bewohner einzuladen, die noch keinen rechten Anschluss im Dorf gefunden haben. Das Familienfest soll hier Möglichkeit bieten, Bekanntschaften zu knüpfen, egal ob bei den Kids oder den Erwachsenen.
Seit wann gibt es das Pullacher Familienfest – und wie ist es überhaupt dazu gekommen?
Unser Pullacher Ortskartell, bestehend aus den Vorstandsmitgliedern der fünf Vereine, gibt es schon seit etlichen Jahren. Im Rahmen einer Sitzung kam der Gedanke auf, einmal ein gemeinsames Fest zu organisieren. Einige der fünf Vereine veranstalten in einem gewissen zeitlichen Rhythmus ihre eigenen und altbekannten Veranstaltungen. Aber ein gemeinsames Fest gab es nicht. Und so wagten wir 2017 den Versuch mit dem ersten Familienfest. Dieses war ein toller Erfolg und wir wurden von vielen Besuchern bestärkt, die Festivität zu wiederholen.
Wir haben uns dann bewusst dafür entschieden, keine jährliche Wiederholung zu machen, um nicht mit anderen Veranstaltungen zu kollidieren. So folgten 2019 und 2024 zwei weitere Familienfeste, die jedes Mal auf großen Anklang stießen. Am Samstag, 4. Juli, findet nun das vierte Familienfest statt. Wir freuen uns schon sehr darauf.
Das Bürgerhaus Mangfalltreff feiert ebenfalls am Samstag sein 15-jähriges Bestehen: Empfinden Sie das als unglückliche Terminplanung?
Zunächst möchte ich dem Bürgerhaus Mangfalltreff meinen herzlichen Glückwunsch ausrichten. 15 Jahre sind eine lange Zeit und ich wünsche ihnen noch viele weitere Jahre und eine schöne Feier! Nein, ich sehe das nicht als Unglück an. Dass es an den Sommerwochenenden immer zu Terminkollisionen mit anderen Veranstaltungen kommen kann, ist nur logisch.
Keines der Mitglieder des aktuellen Stadtrats wohnt in Pullach. Fühlen sich die Pullacher dadurch in der Stadt schlecht repräsentiert?
Ganz im Gegenteil: Wir haben schon immer ein sehr gutes Verhältnis und Miteinander zum Bürgermeister, den Stadträten und dem gesamten Behördenteam. Viele Aufgaben können wir innerhalb der Dorfgemeinschaft, mit Engagement und Eigenleistung, lösen. Aber wenn wir mal ein größeres Anliegen haben, finden wir immer Gehör und Unterstützung. Und das wird bei unserem neuen Bürgermeister Thomas Rothmayer und dem Stadtrat ebenfalls der Fall sein. Mathias Weinzierl