Pullach – Ob nun Familienfest oder Dorffest: Beide Bezeichnungen treffen das, was am Samstagnachmittag in Pullach geboten war, genau auf den Punkt: Keine Riesenveranstaltung, zu der gefühlt ganz Kolbermoor und auch noch der halbe Landkreis drängen.
Sondern ein kleines, feines Fest, organisiert von den örtlichen Vereinen, bei dem man sich kennt und darauf freut, mit den anderen ins Ratschen kommen zu können. Und das in der Gewissheit, dass auch der Nachwuchs bestens aufgehoben ist, weil er viele Gelegenheiten hat, sich auszutoben und sich deshalb ebenfalls ganz bestimmt nicht öden wird.
Was das Fest so
besonders macht
Und noch etwas hebt das Pullacher Fest aus der großen Zahl der anderen Sommerveranstaltungen heraus: es findet nicht jedes Jahr statt, sondern in unregelmäßigen Abständen. Sodass das Familienfest, das es 2017 zum ersten Mal gab, in diesem Jahr erst seine vierte Wiederholung hatte. Was ganz sichtbar dazu führte, dass sich alle Pullacher auf ihr Familienfest jedes Mal ganz besonders freuen. Beim Programm hingegen haben sich trotz der relativen Seltenheit des Festes durchaus schon feste Traditionen entwickelt. So etwa der Gaudi-Biathlon, den es auch dieses Jahr gab.
Wobei Gaudi nicht heißen soll, dass es dabei nicht richtig sportlich zur Sache ginge. Dreimal einen Kilometer laufen sind bei sommerlich heißem Wetter durchaus eine Herausforderung. Zumal es zwar schon eine Brise gab, es also keine schwüle Hitze war, die da bleiern gestanden wäre. Aber der Wind hätte, so meinten etliche Läufer, die hinterlistige Eigenschaft gehabt, zumindest auf einer Wegstrecke als durchaus störender Gegenwind zu wehen.
Nicht ohne auch die zweite Disziplin, in der man sich zu messen hatte, nämlich das Schießen, nach dem ersten Lauf stehend, nach dem zweiten liegend. Und das mit der Gewissheit, dass sich Fehlschüsse in Strafrunden niederschlagen würden, die man dann direkt vor den Zuschauern zu absolvieren hatte, die gemütlich bei Kaffee und Kuchen oder auch Herzhaftem vom Grill im Schatten saßen.
Beste Laune
durch die Bank
Gaudi beim Gaudi-Biathlon aber hatten dennoch nicht nur die Zuschauer, auch die Teilnehmer waren durch die Bank in bester Laune bei der Sache, weshalb es bei der Siegerehrung dann auch nicht um irgendwelche Zeitenranglisten ging, sondern darum, ein fröhliches Gemeinschaftserlebnis gehabt zu haben.
Überhaupt lässt sich ganz allgemein sagen, dass das Pullacher Dorffest auch dieses Mal eine rundum gelungene Veranstaltung war. Weshalb es seinen Namen als „Familienfest“ möglicherweise aus zwei Gründen hat: Erstens, weil es in der Tat das Fest für die ganze Familie ist – aber ebenso das Fest einer einzigen großen Familie, nämlich der des Ortsteils.