Wetter-Entscheidung fällt erst heute

von Redaktion

Das Bürgerfest in Kolbermoor steht vor der Tür. Am morgigen Freitag wartet beim ersten Fassanstich eine Premiere auf die Besucher. Ob am gesamten Wochenende gefeiert werden kann, entscheidet sich wegen des Wetters allerdings erst am heutigen Donnerstag um 18 Uhr.

Kolbermoor – Es gibt einen untrüglichen Beweis dafür, ab wann ein Fest zu einem richtigen Renner geworden ist: Wenn man zum Programm sagt, „es wird dieses Jahr eigentlich alles wie immer“, und das bei den Menschen Freude auslöst.

Beim Kolbermoorer Bürgerfest, das kann man mit gutem Gewissen sagen, ist das so. Es hat sich in den 40 Jahren seines Bestehens wirklich zu einem der wichtigsten Ankerpunkte im Festkalender der Stadt entwickelt.

Ein Fest von
Bürgern für Bürger

Ein wesentlicher Grund dafür ist ganz sicher die Tatsache, dass es tatsächlich ein echtes Bürgerfest ist – auf die Beine gestellt von den Bürgern, sprich den Vereinen, für die Bürger. Und das heißt auch, dass es in erster Linie eine Gelegenheit sein soll, um sich zwanglos zu treffen, miteinander zu „ratschen“ und auch mit bislang „Fremden“ in Kontakt zu kommen.

Und dabei ist eines bezeichnend, was vielleicht nur den Nicht-Kolbermoorern unter den Gästen besonders auffällt: dass das Publikum wirklich bunt gemischt ist. Hier sitzen „Trachtler“ und Leute mit Piercings und extravaganten Hairstylings einträchtig und bestens gelaunt nebeneinander. Der Spruch „Mia san Mia“ wird hier als Motto einer großen Gemeinschaft verstanden und nicht als Mittel zur Ausgrenzung „von dem, der oder denen da“ – wer am Bürgerfest da ist, gehört dazu, ist mittendrin.

Kulinarische Schmankerl
und sicherer Heimweg

Natürlich wäre ein Fest kein richtiges, wenn es nichts Vernünftiges zum Essen gäbe, doch haben hier die Kolbermoorer Vereine noch nie enttäuscht. Auch in diesem Jahr gibt es wieder alle beliebten herzhaften „Schmankerl“ inklusive des heiß begehrten „Steckerlfischs“ des Faschingsvereins, aber auch all jene mit einem eher süßen Zahn kommen nicht zu kurz: Hierbei sind nicht zuletzt die von den Vereinen selbst gebackenen Kuchen geradezu legendär.

Möglicherweise aber noch wichtiger ist, dass es auch Ordentliches zum Trinken gibt, nicht nur traditionsgemäß das Bier aus Maxlrain, sondern auch Wein und Cocktails. Ganz selbstredend gibt es natürlich auch Getränke ohne Alkohol. Dennoch: Wer findet, dass ein Bürgerfest ohne eine richtige „Mass“ Bier – oder auch zwei – kein echtes wäre, braucht sich um das Heimkommen keine Sorgen zu machen: Auch in diesem Jahr fährt der Stadtbus „Nachtschichten“ – hier scheut die Stadt weder Kosten noch Aufwand. Damit ist gesichert, dass man bis 23 Uhr bequem nach Hause chauffiert wird und nicht für den gesamten Weg die eigenen Sohlen bemühen muss.

Und natürlich ist auch für die Kleinen und Kleinsten gesorgt: Sie müssen sich nicht „öden“, während die Eltern stundenlang ratschen, sondern am Samstag (18. Juli) ab 16 Uhr wird die Rainerstraße wieder zur Spielstraße. Auch sonst ist das „Rahmenprogramm“ gut bestückt: Es wird am Samstagabend (18. Juli) Auftritte der Trachtler geben, und am Freitag (17. Juli) wird der Faschingsverein Mangfalltal für einen tänzerischen Höhepunkt sorgen. Die Musikbegleitung übernimmt am Freitag (17. Juli) die Willinger Musi, am Samstag (18. Juli) die Stadtkapelle Kolbermoor.

Neuer Bürgermeister
am Zapfhahn

Eines aber ist in diesem Jahr zweifellos neu: Der Mann, der am Freitagabend (17. Juli) kraft seines Amtes als Bürgermeister das erste Fass anzapfen wird, heißt nicht mehr Peter Kloo, sondern Thomas Rothmayer. Ob er bezüglich der Anzahl der Schläge, die er dazu brauchen wird, schon nervös ist, weiß man nicht. Sicher ist aber, dass auch er sich so richtig auf das Bürgerfest freut, denn wie die vergangenen Jahrzehnte bewiesen haben: Beim Bürgerfest zeigt sich Kolbermoor von seiner allerbesten Seite – bunt, bestens gelaunt und lebensfroh.

Das Schlimmste, was jetzt passieren könnte, ist, dass das Wetter zum Wochenende hin dermaßen „besch…eiden“ wird, dass das Fest abgesagt werden muss. Entschieden wird das am Donnerstagabend (16. Juli) um 18 Uhr.

Allerdings kann sich Wast Voit vom Bürgerfestverein nicht daran erinnern, dass das in den vergangenen Jahren einmal der Fall gewesen wäre. Da mussten schon, so sagt er, Beeinträchtigungen ganz anderen Kalibers kommen, wie etwa die Corona-Pandemie.

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