Algenbefall in der Mangfall „nicht so problematisch“

von Redaktion

Wasserwirtschaftsamt Rosenheim beobachtet die Lage und gibt für den Moment Entwarnung

Kolbermoor – Wer im Sommer gerne in Seen und Flüssen badet, wird sich selten über Gesellschaft der schleimigen, grünen Algen freuen, die sich im Wasser herumtummeln. An diversen Stellen in der Mangfall sind derzeit etwa in Kolbermoor vermehrt Algen zu beobachten. Dabei kann die Massenvermehrung von Algen weniger für Badebesucher, sondern vielmehr für das Wasser selbst ein ungutes Zeichen sein.

„Wir haben hier in der Region in den vergangenen Jahren immer wieder vermehrt Algen“, bestätigt Abteilungsleiter Andreas Holderer vom Wasserwirtschaftsamt Rosenheim die Beobachtungen. Er stellt zunächst klar, dass es hierbei keinen direkten Zusammenhang zum Vorfall am Sonntag (12. Juli) in Bad Aibling gibt, als die Mangfall an einer Stelle bei Willing für mehrere Stunden komplett trockengelegt war. Doch indirekt haben die beiden Themen dann doch miteinander zu tun, denn: „Grundsätzlich fördern hohe Wassertemperaturen, wie wir sie derzeit haben, das Wachstum von Algen“, so Holderer.

Da man gegenwärtig ein großes Niederschlagsdefizit und generell niedrige Wasserstände zu beklagen hat, profitierten hiervon die Algen umso mehr. „Weil sich das wenige Wasser durch die starke Sonneneinstrahlung natürlich noch schneller erhitzt.“ Und durch die gestiegenen Temperaturen erhalten die Algen noch mehr Nährstoffe und können sich so noch besser ausbreiten. Doch Holderer stellt auch klar, dass dies in Flüssen in der Regel kein großes Problem darstellt. „Normalerweise werden die Algen vom nächsten Hochwasser einfach weggeschwemmt.“

Deshalb sieht er die Situation auch für die Mangfall „nicht so problematisch“. Auch die ökologischen Ausbaumaßnahmen, durch die etwa mehr Sauerstoff ins Wasser gelangt, würden gegen eine große Algenausbreitung helfen. Gefährlicher sei die Situation in Seen. „Hier muss man schon aufpassen, dass das Wasser nicht irgendwann kippt“, betont der Abteilungsleiter. Nicolas Bettinger

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