Aus dem Moor geht der Weg zum Honigtopf

von Redaktion

Der neue Verein „Bienenhof – MoorCulture“ lädt am Freitag, 14. August, zum ersten Honigtopf-Festival nach Kolbermoor ein. Bis Sonntag, 16. August, erwartet die Besucher ein vielfältiges Musikprogramm. Für das dreitägige Event auf dem Vereinsgelände ist bereits die Hälfte der Karten verkauft.

Kolbermoor – Es soll Musikfreunde aus der ganzen Region anlocken – das Honigtopf-Festival, das der Verein „Bienenhof – MoorCulture“ aus Kolbermoor vom 14. bis 16. August in Kolbermoor veranstaltet. Wird das musikalische Event, das es bislang nur als private Veranstaltung gegeben hatte, gut angenommen, so kann sich der Verein durchaus vorstellen, das Festival fest im Veranstaltungskalender der Stadt zu etablieren.

Musik als große Schnittmenge der Mitglieder

Begonnen hatte alles damit, dass eine Gruppe junger Kolbermoorer ein kleines Freizeitgrundstück am Theodor-Mayer-Weg, gelegen im Bereich der sogenannten „Moorkultur“, gepachtet hatte. „Wir sind ein langjähriger Freundeskreis, in dem jeder seine Kreativität und seinen Charakter einbringen kann“, sagt Julia Fischbacher (32) über die Clique, aus der im September 2025 der Verein „Bienenhof – MoorCulture“ entstanden ist. Der Verein zählt rund 25 Mitglieder, das Festival wird ehrenamtlich im Team organisiert. „Wir sind sehr vielfältig aufgestellt und wollen in den Bereichen Kunst und Kultur Akzente setzen sowie Räume schaffen, in denen Gemeinschaft lebendig und erlebbar wird“, beschreibt die 32-jährige Vorsitzende die Aufgabe des Vereins.

Eine große Schnittmenge der Mitglieder ist dabei die Musik – was letztlich dazu führte, dass in der Vergangenheit ein kleines, privates Musik-Festival auf die Beine gestellt worden war. Ein Festival, das der Verein nun auch der Öffentlichkeit zugänglich machen will. „Wir wollen damit eine Bühne schaffen für Künstler und Interpreten aus den unterschiedlichsten Musikrichtungen“, erklärt Fischbacher den Gedanken des Honigtopf-Festivals. Mittlerweile haben sich mehr als 20 Acts für das Festival, das von Freitag, 14. August, 14 Uhr, bis Sonntag, 16. August, 18 Uhr, auf dem Areal am Theodor-Mayer-Weg stattfinden soll, angesagt. Viele davon stammen aus der Region, aber auch Künstler aus Spanien sind vertreten. So wird beispielsweise „Cotrax“ aus München das Genre „Progressive Trance“ bedienen, während DJ Rambla und Sharin Skank Reggae-Rhythmen in die Stadt an der Mangfall bringen werden. Ebenfalls auf der Bühne wird Nici Nice stehen, die mit ihrem melodischen Techno- und House-Sound immer mehr Musikfans überzeugt. Bayerische Mundart, hintersinnige Texte und einen unverwechselbaren Akkordeonstil zu moderner Volksmusik wird‘s beim Künstler Maxi Pongratz geben.

Derzeit ist der Verein, der sich selbst als „kulturell und integrativ“ beschreibt, dabei, letzte Details für das Festival mit diversen Behörden zu klären. So ist für die Festival-Planer um Fischbacher beispielsweise wichtig, „dass alles im Einklang mit den Forschungsprojekten in der Moorkultur ist“. Fest steht bereits, dass die maximale Besucherzahl auf 499 begrenzt ist. „Die Hälfte der Tickets ist bereits weg“, verrät Fischbacher. Der Verkauf der Eintrittskarten läuft über die Festival-Homepage www.honigtopf-festival.com. Für das Full-Weekend-Ticket, das die kompletten drei Tage gilt, werden 80 Euro fällig. Wer das Festival am Freitag oder Samstag besuchen will, zahlt 40 Euro, das Ticket für den Sonntag kostet 35 Euro.

Inzwischen konnte aufgrund der Unterstützung der Nachbarschaft eine zusätzliche Campingwiese organisiert werden. So können nun auch Tagesgäste campen und ein gesondertes Camping-Ticket ist nicht mehr notwendig. Genaue Details zum Camping, aber auch allgemein zum Festival wollen die Veranstalter in den kommenden Tagen auf der Homepage sowie auf der Instagram-Seite des Festivals unter www.instagram.com/honigtopf.festival bekannt geben.

Dass das Honigtopf-Festival zeitgleich mit dem Echelon-Festival in Bad Aibling stattfindet, ist für Vereinsvorsitzende Fischbacher zwar „etwas unglücklich“, sei aber aufgrund des Terminkalenders mehrerer Vereinsmitglieder „nicht anders möglich gewesen“. Zudem findet Fischbacher, dass „unser kleineres, familiäreres Festival sowieso nicht in direkter Konkurrenz zum Echelon“ stehe.

Festival soll Menschen
zusammenbringen

So stellt die 32-Jährige im Gespräch mit dem OVB auch klar, dass es dem Verein nicht darum gehe, mit dem Festival Geld zu verdienen. „Wir wollen natürlich keinen Verlust machen“, sagt Fischbacher. „Unser Ziel ist aber nicht, Gewinn zu erzielen, sondern die Veranstaltung möglichst kostendeckend umzusetzen und ein Fest zu feiern, das Menschen zusammenbringt und glücklich macht.“

Im Mittelpunkt steht bei den Mitgliedern des Vereins „Bienenhof – MoorCulture“ in erster Linie das Gemeinschaftsgefühl, was die Verantwortlichen auf ihrer Homepage mit folgenden Worten deutlich machen: „Es geht am Ende nicht nur um die Musik, sondern um die Magie, die entsteht, wenn wir alle zusammen sind und gemeinsam feiern.“

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