Kolbermoor – Im Frühjahr 2025 durch den Kolbermoorer Stadtrat beschlossen, ist es nun nur noch eine Frage von Tagen, bis der neue Kommunale Außendienst (KAD) seine Arbeit aufnimmt und auf Kolbermoors Straßen unterwegs sein wird. Daniela Leurich, Leiterin des städtischen Ordnungsamtes, hat daher nun dem Stadtrat die drei Beschäftigten des Kommunalen Außendienstes vorgestellt, die in der Stadt für noch mehr Sicherheit und Ordnung sorgen sollen. Für den ersten Einsatz fehlt allerdings noch ein kleines, aber recht wichtiges Detail.
„Ansprechpartner für
Fragen seitens der Bürger“
Tamara Füllbier, Marc Schramm und Michael Kruse – so heißen die drei neuen Angestellten der Stadt, die demnächst in Kolbermoor unterwegs sein und darauf achten werden, dass die Bürger sich an die in der Stadt geltenden Regeln halten. Dabei geht es beispielsweise um Hinterlassenschaften von Hunden, Müllvergehen im Stadtgebiet oder auch Parksünden, die in Absprache mit dem Zweckverband Kommunale Dienste Oberland geahndet werden können.
„Letztlich geht es darum, dass der Kommunale Außendienst sicherstellt, dass eine Ahndung von Ordnungswidrigkeiten durchgesetzt wird“, erklärte Leurich, die aber deutlich machte, dass es in erster Linie um die Sensibilisierung der Bürger gehe, nicht darum, die Bürger zu bestrafen. „Wir setzen auf Dialog: Wir wollen erst reden, dann ahnden“, so Leurich, die die drei Mitarbeiter auch als „Ansprechpartner für Fragen seitens der Bürger“ sieht.
„Wir wollen damit das Verständnis für die Satzungen und Regeln der Stadt erhöhen“, erklärte Leurich weiter. Die Ordnungsamtsleiterin machte aber auch klar, dass der Dialog zwar das favorisierte Mittel der KAD-Kräfte sei, aber: „Wenn jemand unbelehrbar ist, dann werden wir auch reagieren.“ So dürfe das KAD-Personal nach Angaben von Elisabeth Kalenberg, geschäftsführende Beamtin der Stadt, beispielsweise Identitäten feststellen und Platzverweise aussprechen: „Je nachdem, wie sich die Situation vor Ort darstellt.“
Einen Großteil der Lehrgänge für den Job haben Füllbier, Schramm und Kruse bereits abgeschlossen und könnten damit aus fachlicher Sicht bereits in den Straßen der Stadt unterwegs sein. Doch ein kleines Detail verhindert den konkreten Einsatz des Trios noch, wie Leurich den Stadträten erklärte. „Der Ausrüster hat die Dienstkleidung leider noch nicht da.“ Dabei handelt es sich laut Leurich um spezielle Jacken, die auf der Vorderseite das Wappen der Stadt Kolbermoor, auf der Rückseite den Aufdruck „Ordnungsamt“ tragen.
„Werden denn auch die Kosten für Schuhe übernommen?“, wollte Dr. Berthold Suldinger (SPD) von der Stadtverwaltung wissen. Auf das darauffolgende „Nein“ der Stadtverwaltung gab der SPD-Vertreter zu bedenken, dass es doch „schlecht aussieht, wenn der eine mit weißen Turnschuhen, der andere mit Cowboy-Stiefeln daherkommt“.
SPD-Stadtrat hakt
bei den Schuhen nach
„Die Kosten für die Schuhe zu übernehmen, bringt uns ja kostenmäßig nicht um“, so Suldinger weiter, woraufhin Bürgermeister Thomas Rothmayer (Parteifreie Kolbermoor) versprach, den Einwurf zumindest „aufzunehmen“.
Caroline Schwägerl (Grüne), die sich „sehr freut, dass das umgesetzt worden ist“, wollte hingegen wissen, wie „die Verfügbarkeit“ der neuen Kräfte sei. Nach Angaben von Leurich ist die komplette Woche von Montag bis Sonntag als Dienstzeit vorgesehen, als mögliche Kernzeiten, in der das Trio eingesetzt werden könnte, nannte die Ordnungsamtsleiterin den Zeitraum von 6 bis 22 Uhr. Vorgesehen ist zudem, dass die KAD-Mitarbeiter in der Regel zu zweit unterwegs sind.