Kolbermoor – Mit einer stimmungsvollen Bergmesse und geselligem Beisammensein haben Mitglieder und Freunde der Bergsteigergilde Kolbermoor gleich zwei Jubiläen gefeiert: das 60-jährige Bestehen des Vereins sowie die 41-jährige Zugehörigkeit der Ortsgruppe zur Sektion Bad Aibling des Deutschen Alpenvereins (DAV). Wie die Bergsteigergilde Kolbermoor in einer Pressemitteilung mitteilt, fand die Feier am vergangenen Sonntag auf der Aiblinger Hütte am Fuße des Wendelsteins statt.
Trotz Regens und grauer Wolken nahmen zahlreiche Teilnehmer den knapp zweistündigen Aufstieg zur Hütte auf sich und wurden dort vom Hüttenteam bestens versorgt. Einige Mitglieder legten den Weg sogar mit dem Fahrrad zurück oder nutzten die Gelegenheit, zusätzlich das „Fensterl“ sowie den Breitenstein zu besteigen.
In seiner Begrüßung dankte der Erste Vorsitzende Karl Hegele allen Teilnehmern für ihr zahlreiches Erscheinen. Besonders begrüßte er die Gründungsmitglieder der Gilde, Peter Maier und Dieter Linnemann, sowie die Vorstandschaft der Sektion Bad Aibling, vertreten durch Sylvia Klimesch, Brigitte Bock und Stefan Sedlmaier. Nach einem gemeinsamen Totengedenken zelebrierte Stadtpfarrer Maurus Scheurenbrand, unterstützt von Pastoralreferent Hans Maier, die Messfeier. Wegen der nassen Witterung fand diese im Inneren der Hütte statt. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von Peter Maier an der Zither, Miri Vogt an der Harfe, Barti an der Ziach sowie Helmut Hoch am Kontrabass. Für den Männergesang sorgten Edi Malzcan, Karl Stahuber und Alfons Macke.
Laut der Pressemitteilung ließ Pfarrer Scheurenbrand in seiner kurzweiligen Andacht auch seine eigene Verbundenheit zu den Bergen humorvoll einfließen, was trotz der beengten räumlichen Verhältnisse großen Anklang fand. Besonders bewegend sei dabei das italienische Berglied „Signore delle Cime“ gewesen, heißt es weiter.
Bei Kaffee und Kuchen sowie Volksmusik nutzten die Bergsteigerfreunde anschließend die Gelegenheit, sich an Erlebnisse und Anekdoten aus den vergangenen Jahrzehnten zu erinnern. Am späteren Nachmittag besserte sich das Wetter noch einmal, sodass alle Besucher mit guten Erinnerungen an den Tag den Abstieg antreten konnten.