Schwerverletzter nach Frontalcrash außer Lebensgefahr

von Redaktion

Heftiger Unfall am Freitagabend zwischen Pullacher Kreisel und Kolbermoor

Kolbermoor – Ein heftiger Unfall im Bereich der Aiblinger Au hat am vergangenen Freitagabend Feuerwehren, Rettungsdienst und Polizei gefordert. Zwischen dem Pullacher Kreisel und Kolbermoor waren auf der Staatsstraße 2078 zwei Fahrzeuge nahezu frontal zusammengestoßen. Die positive Nachricht am gestrigen Sonntag: Der Unfallfahrer (66), dessen Zustand am Freitagabend seitens der Polizei noch als kritisch bezeichnet wurde, ist nach Angaben einer Sprecherin der Polizeiinspektion Bad Aibling (PI) „nach derzeitigem Stand mittlerweile außer Lebensgefahr“.

Der 66-jährige Mann aus Kolbermoor war gegen 20.25 Uhr in seinem Toyota auf der Staatsstraße 2078 in Richtung Kolbermoor unterwegs, als er aus bislang unbekannter Ursache auf die Gegenfahrbahn geriet. Eine Autofahrerin, die mit ihrem Opel in Richtung Pullacher Kreisverkehr unterwegs war, konnte dem Toyota noch ausweichen. Die Fahrerin (62) eines Minis, der hinter dem Opel unterwegs war, stieß mit dem Toyota aber fast frontal zusammen.

Beim Zusammenprall der beiden Fahrzeuge wurde die Fahrertür des Toyotas so verformt, dass sie sich nicht mehr öffnen ließ. „Da der Mann in seinem Auto eingeschlossen war, musste die Feuerwehr Bad Aibling das Fahrzeug mit einem Rettungsspreizer öffnen“, schilderte Josef Hofmann von der Pullacher Feuerwehr, der die Einsatzleitung innehatte, das Vorgehen der Retter. „Das Ganze hat vielleicht drei, vier Minuten gedauert.“

Ein laut Polizei zufällig anwesender Arzt hatte dann sofort mit der Erstversorgung des 66-Jährigen begonnen, dessen Gesundheitszustand zu diesem Zeitpunkt als „kritisch“ bewertet wurde. Ein Rettungshubschrauber, der neben einem Maisfeld direkt an der Staatsstraße landete, nahm den Schwerverletzten auf und flog ihn in ein Krankenhaus. Mittlerweile sei der Kolbermoorer aber zumindest „außer Lebensgefahr“.

Die Mini-Fahrerin, ebenfalls in Kolbermoor wohnhaft, hatte sich bei dem Unfall verletzt, konnte sich aber direkt nach dem Zusammenstoß selbst aus dem Wrack ihres Minis befreien. „Ihr geht es den Umständen entsprechend“, teilte die Polizeisprecherin aus Bad Aibling mit. „Sie befindet sich aber ebenfalls noch im Krankenhaus.“ Den Schaden an den beiden Autos, die nach Angaben der Ermittler nicht mehr reparabel sind, bezifferte die Polizei auf rund 36.000 Euro. Ein Gutachter soll nun klären, wie es zum Frontalzusammenstoß gekommen war.

Neben Polizei, Rettungsdienst, Notarzt sowie Rettungshubschrauber waren zwischen 40 und 50 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Pullach, Kolbermoor und Bad Aibling im Einsatz. So übernahm die Feuerwehr auch die großräumige Absperrung der Unfallörtlichkeit. Der Streckenabschnitt der Staatsstraße 2078 war bis kurz nach Mitternacht zwischen dem Pullacher Kreisverkehr und der Kreuzung zur Pfarrer-Birnkammer-Straße sowie Königsseestraße in Kolbermoor nicht befahrbar. An einer dritten Kreuzung hatte die Feuerwehr eine weitere Straßensperre errichtet, um ortskundige Autofahrer daran zu hindern, sich einen Schleichweg über Schlarbhofen zu suchen. Mathias Weinzierl

Artikel 2 von 6