Viele Interessenten für die Nachfolge

von Redaktion

Was folgt auf die „Naschwerkstatt“ im Kolbermoorer Bahnhofsgebäude?

Kolbermoor – Für viele Gäste war es eine enttäuschende Nachricht. Nach nur etwas mehr als zwei Jahren gehört die „Naschwerkstatt“ im Kolbermoorer Bahnhofsgebäude schon wieder der Vergangenheit an. Über diesen schweren Schritt hatten die beiden jungen Konditormeisterinnen Dorothee Remmerbach und Franziska Rothmayer kürzlich das OVB informiert. Ende Juni mussten sie ihren Laden schließen. „Leider haben wir es nicht geschafft, dass sich das Café wirtschaftlich rentiert, und wir werden auch nicht mehr öffnen“, sprach Rothmayer mit Bedauern über den Beweggrund.

Neu-Pächter brauchen
Planungssicherheit

Seitdem die Stadt Kolbermoor als Verpächter der Location über diesen Schritt informiert worden war, läuft bei der Kommune nun die Suche nach einer Nachfolge für das „das wunderschöne Bahnhofsgebäude“, wie es Christian Poitsch, Leiter des Stadtmarketings und Sprecher der Stadt, kürzlich bezeichnete. Er erklärte nun auf OVB-Nachfrage, dass es zwar noch nichts Spruchreifes zu vermelden gebe. „Allerdings gibt es tatsächlich eine nicht geringe Anzahl an Interessenten.“ Derzeit sortiere man die potenziellen Pächter-Angebote noch.

Um welche konkreten Interessenten es sich handelt, ist derzeit noch nicht bekannt. Sicher ist jedoch, und das hatte Poitsch zuletzt bereits klargestellt: In die Räumlichkeiten im Kolbermoorer Bahnhof soll in jedem Fall wieder ein gastronomischer Betrieb einziehen. „Ob das dann wieder eher kuchen- und kaffee-lastig wird oder sich eher wie zuvor an einen Bistro-Betrieb orientiert, steht noch nicht fest, und die Stadt ist da prinzipiell offen“, so Poitsch.

Zum Zeitplan sagt er: „Da es Kündigungsfristen zu beachten gibt und wir auch noch eine Baustelle vor der Tür haben, wäre es jetzt gar nicht tragisch, wenn es noch ein, zwei Monate dauert.“ Doch für Poitsch ist auch klar, dass die potenziellen Neu-Pächter freilich auch zeitnah Planungssicherheit brauchen, um ihrerseits alles in die Wege leiten zu können. „Deshalb muss natürlich dann auch eine Entscheidung getroffen werden“, sagt Poitsch. Die Kolbermoorer Bahnhofsbesucher dürften also nicht mehr allzu lange auf eine Nachfolge warten müssen. Nicolas Bettinger

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