Die Blaue Maus ist aus München eigentlich nicht wegzudenken. Das Theater-„Viecherl“ ist ein autochthones Neuhauser Gwachs. Dennoch war die Art kürzlich vom Aussterben bedroht. Sigi und Claus Siegert, die Bühnennarrischen von der Elvirastraße, wollten aufhören. Betrieb und Finanzierung waren zu mühsam geworden. Die Kollegen des Theaters werkmünchen (Vernetzung, Weiterbildung für Bühnenkünstler) kamen zur Hilfe: „eine Gruppe von erfahrenen Theaterleuten“, wie sie von sich sagen; dabei Anna Seifert und Daniel Roth.
Die neuen Betreiber starten ab Anfang Oktober in ihre erste Saison. Zuvor gibt es am 30. September aber die Zaubershow „Mausgetrixt“, die mit diversen Gästen vierteljährlich stattfinden wird. Richtig dramatisch wird es ab 5. Oktober. Da hat das Kriminalstück „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ nach dem Bestseller von Peter Høeg mit Saskia Valencia und Torsten Nindel Premiere. Die Gletscherforscherin und Mathematikerin Smilla Jaspersen will den Tod eines Inuit-Buben aufklären. Die Regie bei der Eigenproduktion von werkmünchen führt Claus Peter Seifert.
Den ganzen November über spielt man im Theater Blaue Maus dann „Groß ist die Verwirrung unter dem Himmel – Die Lage ist ausgezeichnet“ (Premiere: 2. November). Das selbst entwickelte Projekt greift das alte Thema Künstler und Gesellschaft auf. Franta, der Dichter, möchte auf totalen Anti-Kurs gehen. Seine Sozialkritik soll perfekt sein: Er glaubt, nur wenn sie niemand zur Kenntnis nimmt, ist sie das. Karten können vorbestellt werden unter karten@theater-werkmuenchen.de oder Telefon 089/ 18 26 94. sida