Arrivederci Firenze

von Redaktion

Eike Schmidt leitet künftig das Kunsthistorische Museum Wien

Noch gar nicht so lange ist es her, dass die Kunstwelt über diesen Paukenschlag redete: Ein Nicht-Italiener an der Spitze der Uffizien in Florenz, das war geradezu revolutionär. Nun verlässt Eike Schmidt (Foto: Dan Dennehy/ dpa) schon wieder das Vorzeige-Museum, das er auch inhaltlich auf Renovierungskurs brachte. Der Deutsche wird im zweiten Halbjahr 2019 Chef des Kunsthistorischen Museums Wien (KHM).

Der deutsche Kunsthistoriker soll das Haus bereit für das 21. Jahrhundert machen, begründete Österreichs Kulturminister Thomas Drozda seine Entscheidung. Das KHM ist eines der zehn bedeutendsten Museen der Welt. Es ist vor allem für seine Gemälde der Alten Meister wie Albrecht Dürer, Tizian oder Peter Paul Rubens bekannt. 15 Personen hatten sich um die ausgeschriebene Position der wissenschaftlichen Leitung in Wien beworben. Auch die bisherige Generaldirektorin Sabine Haag, die seit 2009 im Amt ist, zeigte sich an einer Verlängerung ihres Vertrags interessiert.

Schmidt, Jahrgang 1968, stammt aus Freiburg. 2001 ging er als Kurator an die National Gallery of Art nach Washington. Zwischen 2006 und 2008 war er im Getty Museum Los Angeles tätig. Nach diversen anderen Posten kam er 2015 an die Uffizien. Unter seiner Leitung wurde im vergangenen Jahr die Rekordzahl von zwei Millionen Besuchern überschritten.  mm

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