Immobilien in München – dieses brisante Thema treibt das GOP weiter um. Nachdem es zuletzt immerhin schon zu einem „Appartement“ in absoluter Bestlage an der Maximilianstraße reichte, hat das Varieté nochmals kräftig aufgemörtelt. Die neue Show „Grand Hotel“ trägt sich in einer Luxusherberge zu, mit allem Glanz und Gloria aus der guten alten Zeit. Das GOP-Hotel ist dermaßen etepetete – hier informieren sich die Gäste noch aus der frisch gebügelten Zeitung und nicht per WLAN. Dieses entschleunigte Ambiente ist hübsch nostalgisch, trägt aber auch dazu bei, dass erst nach der Pause so richtig Leben in die Butze kommt.
Gilles le Leuch als piekfeiner Hoteldirektor Monsieur Antoine, seine Gattin (im richtigen Leben) Caroline Schroeck als Zimmermädchen Luise und der wunderbare russische Comedy-Clown Sergey Maslennikov, der die Münchner auch schon im Roncalli begeisterte, sind die Stars der Show. Trotz der feinen Besetzung mangelt es aber gerade zu Beginn an Tempo.
Doch nach der Pause beginnt die Sause. Die Münchner Sängerinnen Anouschka und Anina alias Stereo Sisters singen nun nicht mehr nur Swing und Latin, sondern legen mit „Changes“ eine famose David-Bowie-Nummer hin. Sie kündigt Oksana und Vadim Konovaliuk aus der Ukraine an, die mit den guten alten Trickkleidern vom Eurovision Song Contest begeistern. Und der Aerobic-Auftritt von Caroline Schroeck passt zwar nicht wirklich ins Grand Hotel, ist aber eine wunderbar bekloppte Einlage in quietschbunter Achtzigerjahre-Optik. Fünf Sterne für die Jane Fonda aus dem GOP-Hotel!
Weitere Vorstellungen
bis 6. Mai;
Telefon 089/ 210 288 444.