von Redaktion

Von katja Kraft

Zwei Sommerabende in München: Iron Maiden am Samstag, Die Toten Hosen am Sonntag – je auf großer Bühne am Königsplatz, im Zentrum von München. Und wie ist’s mit der Sicherheit? Campino, Frontmann-Hose und coole Socke in einem, schaut nachdenklich. Stimmt, das Unbehagen sei bei vielen da, wenn sich Menschenmassen zusammenfinden. Aber: „Von diesem Nadelstichproblem sollten wir uns nicht zurückdrängen lassen! Im Gegenteil: Lasst uns das Unbehagen abschütteln und gemeinsam die Momente genießen“, appelliert der – man glaubt es kaum – 55-Jährige gestern im Ella im Lenbachhaus.

Global Concerts hat zur Pressekonferenz geladen, um an diesem kalten Märztag Vorfreude zu machen auf den Sommer, wenn das Festival Rockavaria nach einem Jahr Pause fortgeführt wird. Diesmal nicht im Olympiapark, sondern im Herzen von München. Insgesamt 20 Bands nehmen Musikfans am 9. und 10. Juni mit auf eine Reise durch das gesamte Spektrum der Rockmusik. Saltatio Mortis, Johnny Gallagher, Limp Bizkit, die Emil Bulls zum Beispiel. Bis zu den Headlinern Iron Maiden und Campino mit seiner Truppe.

Der kann es kaum erwarten. Denn Open Air vor solch einer Kulisse – das sei schon etwas anderes als ein Gig in einer schnöden Mehrzweckhalle. „Seitdem immer mal wieder Rockmusik am Königsplatz gespielt wurde, haben wir Lust gehabt, selbst an diesem großartigen Ort aufzutreten“, erzählt der Sänger. Ein bisschen erinnere ihn die Lage so mitten in der Stadt an die Donauinsel in Wien. „Das werden wir richtig zelebrieren!“ Selbst wenn’s regnet. „Kampfgeist zeigen und sich sagen: Jetzt erst recht!“

Gegen schlechtes Wetter und mögliche Ängste an. Denn das mit den Beklemmungen angesichts von Terrordrohungen sei ja überhaupt so eine Sache. „Wir schotten uns doch ohnehin immer mehr voneinander ab. Noch nicht mal beim Fernsehen tun wir uns zusammen für die große Samstagabendshow. Deshalb sind Festivals wie diese total wichtig! Rauskommen und gemeinsam erleben!“, betont Campino.

Diesmal auf zwei Bühnen, voneinander getrennt durch die Glyptothek – „einen Einheitsmusik-Brei gibt es nicht“, verspricht Global-Concerts-Geschäftsführerin Andrea Blahetek-Hauzenberger. Und auch die Anwohner müssen sich keine Sorgen machen. Um Punkt 23 Uhr ist Schluss mit Genuss. Jeder, der von weiterher kommt, kann von diesem Tages-Festival, an dem nicht gecampt wird, also noch problemlos nach Hause kommen. BOB und Meridian bieten günstige Kooperationstickets. Wer dann noch immer nicht genug hat, dem bietet das Backstage eine Aftershow-Party zum Weiterrocken. Vielleicht trifft man dort auch die Hosen. Denn für die heißt Festival nicht einfach anreisen, spielen, abreisen. „Festivals sind wie Klassenfahrt. Wir bleiben so lange, wie es geht, und feiern mit!“

Karten

gibt es unter 01806/ 777 111. Infos: www.rockavaria.de

Artikel 6 von 8