Für ein frühes Highlight am ersten Festivalnachmittag sorgte die Power-Spaßtruppe tuXedoo mit ihrem „Original Austrian Alpencore“. Die aufstrebenden Oberösterreicher stehen für Krach in Tracht: Sie servieren ihre mächtige Metalcore-Melange mit Thrash-Einsprengseln nicht etwa, wie der Bandname nahelegt, im Smoking, sondern in traditionellem Lederhosen-Outfit.
Rotzige Riffs und schmutzige Shoutings aus drei kernigen Kehlen werden kombiniert mit einem Rhythmusgewitter aus einem Schlagzeug und zwei Percussion-Sets, die beim Live-Auftritt ordentlich Alarm machen, zumal dabei auch heftig auf Kuhglocken und Milchkannen eingedroschen wird.
„Griaß eich, Rockavaria! Leit, seid’s motiviert?“, tönt es von der Bühne – und die Antwort des jubelnden Publikums ist eindeutig. Die sechs talentierten Gaudiburschen aus dem Innviertel lassen sich aber auch nicht lumpen, geben konstant Vollgas und gebärden sich wie ein explodierender Energydrink.
Immer wieder blitzt ihr enormes Potenzial auf, auch wenn manches noch etwas unkoordiniert und unausgereift wirkt. Eines ist ihre schweißtreibende Show jedenfalls sowohl für das Sextett als auch für die Zuschauer: ein Mordsspaß. Und alle bösen Geister, die sich möglicherweise auf den Königsplatz verirrt hatten, sind spätestens nach dem Song „Perchtenzeit“ endgültig verjagt. Sauber, Buam!