„Fahrenheit 451“ ist ein Klassiker der dystopischen Literatur; François Truffaut hat Ray Bradburys Buch 1966 mit Oskar Werner und Julie Christie verfilmt. Der Roman erzählt von einer Zukunft, in der Bücher als Medium, das sich mit Konflikten auseinandersetzt und Menschen zum selbstständigen Denken motiviert, staatlich verboten sind. Die Feuerwehr hat die Aufgabe, alle Druckerzeugnisse zu verbrennen, die von widerständigen Menschen versteckt wurden. Als Feuerwehrmann Guy Montag heimlich zu lesen beginnt, hinterfragt er allmählich sein Tun. Ramin Bahrani hat die Geschichte neu fürs US-Fernsehen verfilmt – bei uns ist die Produktion gerade auf DVD erschienen mit erwartbaren Extras. Der Regisseur hat die Vorlage zurechtgestrichen, Handlungsstränge verändert, Figuren zusammengelegt oder rausgeschmissen. Dagegen betont er Actionszenen und müht sich auch sonst, den Film ans Heute anzudocken. Doch das Ergebnis ist eine ganz kleine Flamme. Die Figuren sind platt (Michael B. Jordan und Michael Shannon spielen tapfer dagegen an), die Geschichte hat ihre Dringlichkeit, Spannung und Brisanz verloren. leic