Geht es nach Volker Kutscher, dem Autor der Romanvorlage für die ARD-Serie „Babylon Berlin“, kann diese noch Jahre laufen. „Die Reihe ist noch nicht abgeschlossen. Ich habe fest vor, zumindest bis ins Jahr 1938 hinein zu schreiben“, sagte er auf der Frankfurter Buchmesse. Der erste Roman spielt 1929. Die Fortsetzungen umfassen je ein Folgejahr. Der siebte Roman mit dem in Berlin ermittelnden Kommissar Gereon Rath erscheint im November bei Piper. „Was für mich der Antrieb ist, ist die Frage: Wie konnte aus der Weimarer Republik, die so schlecht gar nicht war, die schlimmste Diktatur werden, die wir jemals auf deutschem Boden hatten“, erklärte Kutscher, der durchaus Parallelen zu heute sieht. Wie damals müsse man um die Demokratie kämpfen.
Um den internationalen Dialog zu stärken, startet das Goethe-Institut in diesem Herbst eine Internet-Universität. An dem Projekt sind neun Hochschulen aus Deutschland, Österreich, Russland, Georgien und der Ukraine beteiligt. Man habe sich laut dem Kulturinstitut für Länder entschieden, deren Beziehungen wegen politischer Spannungen in den vergangenen Jahren immer schlechter geworden seien. Ab dem Wintersemester können Studenten der teilnehmenden Hochschulen Kurse zu Themen wie Konfliktprävention, Friedensforschung oder nachhaltiger Entwicklung belegen.
Zur Frankfurter Buchmesse und dem Auftakt des Deutschlandjahrs in den USA startet die Deutsche Welle ein Literatur-Projekt. Unter dem Titel „100 German Must-Reads/100 gute Bücher“ werden 100 wichtige Werke deutschsprachiger Belletristik des 20. und 21. Jahrhunderts präsentiert, wie der deutsche Auslandssender mitteilte. Der zweisprachige Kanon ist abrufbar unter dw.com/100buecher. Es sei laut den Machern eine gut recherchierte, subjektive Auswahl von Werken, die das Leben bereichern und den Blick der Leser auf Deutschland verändern: ein Jahrhundert-Panorama – von Manns „Buddenbrooks“ (1901) bis Wells’ „Vom Ende der Einsamkeit“ (2016).
Ein Brief des Physikers Albert Einstein (1879-1955) wird in den USA versteigert. In dem auf einer Schreibmaschine getippten Brief beantworte Einstein 1952 eine Frage eines Arztes aus San Francisco über seine Theorien, wie das Auktionshaus Heritage mitteilte. Der Brief könne bei der für den 25. Oktober angesetzten Auktion bis zu 35 000 Dollar einbringen. Rund sechs Wochen später wird in New York ein zweiter Einstein-Brief aus dem Jahr 1954 versteigert. Der könnte nach Schätzungen des Auktionshauses Christie’s sogar bis zu 1,5 Millionen Dollar bringen. Einstein beschreibt darin seine Gedanken über sein Judentum und seine Suche nach dem Lebenssinn.