IN KÜRZE

Sammler Essl beschenkt Österreich

von Redaktion

Die australische Sängerin Kat Frankie und der Chemnitzer Rapper Trettmann sind mit dem Preis für Popkultur ausgezeichnet worden. Die beiden Musiker wurden in Berlin zu „Lieblings-Solokünstlerin“ und „Lieblings-Solokünstler“ gekürt. Die Beatsteaks setzten sich erneut in der Kategorie „Lieblingsband“ durch. Der alternative Preis wird von einer Jury aus Mitgliedern eines Vereins verliehen und ging in diesem Jahr zum dritten Mal über die Bühne. Trettmann wurde auch in den Sparten „Lieblingsalbum“ („#DIY“) und „Lieblingslied“ („Grauer Beton“) geehrt. Musikschaffende hatten den Preis 2016 als eine Alternative zu kommerziellen Trophäen gegründet. Die „schönste Geschichte“ sah die Jury in „Wildes Herz“, dem Film von Charly Hübner und Sebastian Schultz über Jan „Monchi“ Gorkow und seine Band Feine Sahne Fischfilet. Auch ein Stück „gelebte Popkultur“ wurde geehrt: das Anti-Nazi-Festival „Jamel rockt den Förster“, organisiert vom Künstlerehepaar Birgit und Horst Lohmeyer in einem Ort in Mecklenburg-Vorpommern.

Ein Sammler aus den USA hat einen zweistelligen Millionenbetrag für ein Werk aus dem Besitz der Bielefelder Kunsthalle geboten – und die Stadt will widerstehen. Das Verkaufsangebot liege vor für das Gemälde „Kurs“ von Gerhard Richter, sagte eine Sprecherin der Stadt am Freitag auf Anfrage. „Es geistert ein angeblicher Preis von 30 Millionen Euro herum, den können wir als Stadt aber nicht bestätigen.“ In einem gemeinsamen Ratsantrag von SPD, Grünen, der Ratsgruppe Piraten/ Bürgernähe und der CDU werde der Verkauf abgelehnt. Am 8. November wird abgestimmt.

Der österreichische Kunstmäzen Karlheinz Essl schenkt seine Sammlung im Schätzwert von etwa 90 Millionen Euro dem Staat. Dabei handle es sich um 1323 Werke vor allem österreichischer Nachkriegskunst, teilte Kulturminister Gernot Blümel mit. Essl hatte von 1999 bis 2016 ein eigenes Kunstmuseum, konnte sich den Betrieb aber wegen finanzieller Schieflage seiner später aufgelösten Baumarktkette nicht mehr leisten. Die damals rund 6000 Werke waren zunächst als Dauerleihgabe an die staatliche Albertina in Wien gegangen. Das Museum werde nun an seinem zweiten Standort im Künstlerhaus den geschenkten Teil der Sammlung unter anderem mit Werken von Günter Brus, Arnulf Rainer, Maria Lassnig, Georg Baselitz und Hermann Nitsch präsentieren, sagte der Generaldirektor der Albertina, Klaus Albrecht Schröder.

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