„Eine kreative Pause tut uns sicher gut“

von Redaktion

Kofelgschroa aus Oberammergau verabschieden sich Ende Januar vom Konzertbetrieb

VON MICHAEL SCHLEICHER

Gerüchte gab es längst, jetzt hat es die Band aus Oberammergau offiziell gemacht: Kofelgschroa werden eine „längere Pause“ einlegen. „Seit über zehn Jahren sind wir nun fast durchgehend auf der Bühne gewesen, und das letzte Jahr hat gezeigt: eine kreative Pause tut uns sicher gut“, schreiben die Musiker auf Facebook und ergänzen: „Nicht zuletzt steht ja auch 2020 die Passion an, bei der vielleicht der eine oder andere von uns mitspielen wird.“ Noch 14 Auftritte plant die Gruppe; das letzte Konzert ist am 27. Januar in Glonn (Landkreis Ebersberg).

Kofelgschroa wurden 2007 als Kofelmusi gegründet. Drei Alben sind bislang erschienen, zuletzt „Baaz“ 2016. Im Kinofilm „Kofelgschroa. Frei. Sein. Wollen.“ dokumentierte Barbara Weber die Arbeit der Musiker, die live eine enorme Energie entfesseln. Eine Energie, die auch Regisseur Josef Bierbichler zu nutzen wusste, der die Band in seinem Film „Zwei Herren im Anzug“ (2018) besetzte. Doch bereits im Februar gaben Kofelgschroa den Ausstieg der Gründungsmitglieder Michael und Martin von Mücke bekannt. „In dieser Zeit ging es weiter, und wir hatten tolle Musiker an Bord“, erklären die Kofels: „Danke an Johannes Haslinger von den Zitronen Püppies, Florian Mayrhofer von Buffzack, die unvergleichliche Maria Hafner und ganz besonderen Dank an Theresa Loibl für ihren großartigen Einsatz an der Tuba.“

Die Fans reagieren mit Trauer („Da haben wir den Salat“) und Verständnis auf die Auszeit: „Richtige Entscheidung“, schreibt etwa Oliver Brunner, „Ihr seid viel zu wertvoll, um Euch kaputtzumachen. Die Welt braucht Kofelgschroa!“ Das scheint umgekehrt auch zu stimmen. Schließlich schreibt die Band: „Wer weiß, was sich sonst noch so tun wird…“

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