Vier Burschen um die 25, schnuckelig und als Herzensbrecher inszeniert: Gut gecastet sind Feuerherz auf jeden Fall. Musikalisch bietet die „Schlager-Boyband“ seit der Gründung 2014 dagegen nur lieblose Dudelei und dünne Stimmchen. Das hat sich auch bei ihrer ersten Mini-Tournee nicht geändert. Qualitativ ist der Auftritt im Technikum München gruselig – aber das passt zumindest zum Halloween-Abend. Einem weiblichen Fan kommen die Sänger beim Tanzen wie bei einer Art Stripshow viel zu nah; und die persönlichen Anekdoten klingen auswendig gelernt und floskelreich: „Wir wollen unseren Fans etwas zurückgeben.“ Choreografien kann die Gruppe dagegen gut, vor allem mit den Armen fuchteln. Vom Tönetreffen kann man das nicht behaupten. In der Schlagerbranche wird oft Playback gesungen – hier wäre es angebracht gewesen. Bewundernswert ist, wie die Kinder, Teenager und Ehepaare im Publikum trotzdem ihren Spaß haben. dor