Dresden ist 1948 eine zerstörte Stadt, in der die Menschen täglich ums Überleben kämpfen. In dieser Situation wird Oberkommissar Max Heller zur Leiche des jungen Karl Utmann gerufen, dessen Todesursache sich nicht gleich bestimmen lässt. Heller stellt fest, dass der Vater ein Schläger ist – der Sohn könnte also Selbstmord begangen haben. Weitere Ermittlungen ergeben aber auch, dass er einer Bande angehörte, die mit gestohlenen Lebensmittelkarten und Medikamenten auf dem Schwarzmarkt handelt. Autor Frank Goldammer fängt in seiner Max-Heller-Reihe die Lebensumstände Dresdens nach dem Krieg mit starken Bildern ein. So auch im neuen Krimi „Vergessene Seelen“, in dem sich fast filmisch die Szenen aneinanderreihen. Protagonist Heller ist ein aufrechter Kriminaler, der sich nicht verbiegen lässt, obwohl die Umstände Anpassungsfähigkeit belohnen. Eine dramatische Geschichte mit großartiger Figurenzeichnung. akn