IN KÜRZE

Kollegah zündelt und zuckt zurück

von Redaktion

Christian Stückl, Intendant des Münchner Volkstheaters und Spielleiter der Oberammergauer Passionsspiele, wünscht sich einen Nachfolger. „Ich fände es spannend, wenn jemand käme, zum Beispiel a Maderl, das Regie studiert, und sagt: ,Ich würde gerne übernehmen.‘ Da wart’ ich drauf“, sagte der Regisseur der „Augsburger Allgemeinen“ (Montag). Auch falls sein zweiter Spielleiter, Abdullah Kenan Karaca, ihn ablösen wollte, würde er das befürworten. Doch wenn man ihn für die Passionsspiele 2030 noch einmal fragen würde, „würde ich es wohl auch wieder machen“, erklärte Stückl. Er wird die Passionsspiele, die 2020 zum nächsten Mal stattfinden, bereits zum vierten Mal leiten.

Der Historiker und Holocaust-Forscher Randolph L. Braham ist im Alter von 95 Jahren in New York gestorben. Er verfasste mehr als 60 Bücher, die sich mehrheitlich mit den Morden der Nazis an den ungarischen Juden während des Zweiten Weltkriegs befassen. Die zweibändige Studie „The Destruction of the Hungarian Jewry“ (Die Zerstörung des ungarischen Judentums) aus dem Jahr 1963 gilt bis heute als ein Standardwerk zu dem Thema. Braham wurde in Rumänien geboren und wuchs in jenem Teil Siebenbürgens auf, der 1940 unter ungarische Herrschaft geriet. Seine Eltern, Geschwister und viele Verwandte wurden in Auschwitz ermordet, nachdem sie von der ungarischen Gendarmerie verschleppt und an die Deutschen ausgeliefert worden waren. Insgesamt fielen dem Holocaust in Ungarn mehr als eine halbe Million Juden zum Opfer. Die aktuellen Entwicklungen in Ungarn beobachtete Braham mit zunehmender Sorge.

Die UN-Kulturorganisation Unesco hat traditionelles koreanisches Wrestling zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklärt. Das Wrestling – in Nordkorea Ssirum genannt, in Südkorea Ssireum – sei ein Nationalsport und beliebte kulturelle Praxis zugleich und habe für alle Koreaner eine tiefe Bedeutung, teilte die Unesco mit. Für die Bewerbung hatten sich Nordkorea und Südkorea zusammengeschlossen. Dies war die erste von mehreren Entscheidungen des Unesco-Ausschusses.

Der Rapper Kollegah (34) weist Vorwürfe des Antisemitismus zurück. „Für mich macht Rassismus oder jegliche Form von Diskriminierung einer Menschengruppe aufgrund von Ethnie, Hautfarbe, Religion oder sonstigen Eigenschaften überhaupt gar keinen Sinn“, sagte er im Interview. In einem Gespräch mit „hiphop.de“ hatte er die Ermordung von sechs Millionen Juden kürzlich mit der Situation in den Palästinensergebieten verglichen und damit eine neue Empörungswelle losgetreten. Den Holocaust relativiere er damit nicht, betonte er jetzt.

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