BUCH Recht trocken

von Redaktion

Annehmbar (((;;

Zweifellos ist der Zoologe und Nobelpreisträger Karl von Frisch eine der interessantesten Figuren der Wissenschaftsgeschichte. Einerseits liegt das an seinen bahnbrechenden Erkenntnissen im Bereich der Bienenforschung, andererseits an seiner im Nachhinein verblüffenden Lebens- und Arbeitsgeschichte: Obwohl vom Nazi-Regime wegen seiner jüdischen Großmutter als „Vierteljude“ eingestuft, gelang es von Frisch nicht nur, seine Arbeit während der NS-Diktatur weitgehend unbehelligt fortzuführen, er erhielt auch entsprechende Finanzierungshilfen. Dennoch galt er nach dem Krieg – sicherlich zu Recht – als politisch unverdächtig. Diese durchaus spannende Persönlichkeit porträtiert Tania Munz in ihrer Biografie leider recht trocken – auch liest sich die Übersetzung von Barbara Sternthal mitunter arg holprig. Wer sich aber durchkämpft, ist hinterher um einige Erkenntnisse reicher. jp

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