Visionäre Horror-Momente

von Redaktion

Er nennt sich „Der Puritaner“ und sieht in Leibern nur eklige Klumpen Materie. Dass dies der Bösewicht ist von „Lord of Illusions“, sagt viel über diesen Solitär des Splatter-Films mit einer Prise Film noir und viel Zauberei. Detektiv Harry D’Amour (Scott Bakula) gerät in L.A. zwischen die Fronten von Bühnen-Illusion und schwarzer Magie. Clive Barker („Hellraiser“) galt mal als große Hoffnung des Horrors. Doch seine dritte Regie-Arbeit von 1997 (der Director’s Cut nun in guter HD-Edition) blieb bisher seine letzte. Gewiss kein zeitloses Meisterwerk und keine Schauspiel-Glanztaten – nicht mal von Famke Janssen. Aber voller visionärer Momente, die einen Alternativweg aufzeigen zur reaktionären, körperfeindlichen, moralistischen Wende des US-Horrorkinos: ein okkulter, metaphysischer, bewusstseinserweiternder Horror nicht nur über die Agonie, sondern auch die Ekstase des Fleisches.  wil

Sehenswert ((((;

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