Feine Klanglandschaften

von Redaktion

Einst zählte Johannes Enders zusammen mit den Brüdern Micha und Markus Acher (The Notwist) zu den Begründern des „Weilheim Sounds“. Dann wandte er sich dem Jazz zu. Dass er heute neben Heinz Sauer als wichtigster deutscher Tenorsaxofonist gehandelt wird, stellt Enders auf seinem aktuellen Album eindrucksvoll unter Beweis. In Quartettbesetzung mit Klavier, Bass und Schlagzeug führt er die Hörer in feine, rhythmisch ausgefuchste, sehr persönliche Klanglandschaften. Wie in dem zart-impressionistischen Stück „Lucky Joe Street No. 4“, in dem er sein Elternhaus an der Weilheimer Hans-Glück-Straße wieder aufsucht. Oder dem treibend-beschwingten „Amerikarma“ – ein Rückblick auf Enders’ Zeit in den USA. Auch Roland Kirk und Ornette Coleman entbietet er kraftvolle musikalische Reverenzen. Enders’ vielleicht wichtigsten Vorbildern, denn basierend auf dem Soul- und Modern Jazz der Sechzigerjahre hat er seinen eigenen, unverkennbaren Stil entwickelt.  mei

Hervorragend (((((

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