Für alle, die glaubten, das Werk von F. K. Waechter (1937-2005) zu kennen, entblättert das Theatermärchen „Der Höllenhund“ ungewohnte Seiten. Geboren in Danzig, arbeitete Waechter als Grafiker und (satirischer) Illustrator und hatte mit dem „Anti-Struwwelpeter“ 1970 den Durchbruch. „Der Höllenhund“ aus seinem Nachlass erschien erstmals 2006, nun hat Diogenes die Geschichte großformatig wiederveröffentlicht, die sich am Grimm-Märchen „Der Bärenhäuter“ orientiert: Als ein Soldat den Höllenhund des Teufels erschießt, muss er sieben Jahre in der Haut der Bestie dem Gottseibeiuns dienen, um Leben, Freiheit, Reichtum zu erlangen. Waechter brachte die Geschichte in Dialogform und illustrierte sie in kernigem Schwarz-Weiß. Wenige Striche genügten ihm, um das Grauen – aber auch die Hoffnung – dieser Erzählung zu bannen. leic