Amanda (Olivia Cooke) und Lily (Anya Taylor-Joy) treffen sich nach Jahren wieder. Früher waren sie einmal beste Freundinnen. Doch das ist lange her. Als Mädchen an der Schwelle zum Erwachsensein verbindet sie jetzt nur noch ein gemeinsamer Plan: Mord. Und zwar an Lilys superreichem Stiefvater. Es dauert einige Minuten, ehe die scheinbar harmlos-banale und tatsächlich hinterhältig konstruierte Geschichte in „Vollblüter“ ihre Widerhaken auswirft. Das Debüt von Cory Finley ist kein klassischer Thriller, sondern ein komplexes Psychodrama mit verheerendem Ausgang, eingefangen in eleganten Bildern. Finley, der auch das Drehbuch verfasst hat, inszeniert seine Dialoge minimalistisch. Kombiniert mit den großartigen Darstellerinnen ergibt das einen großartigen Film, der im vergangenen Sommer viel zu schnell aus den Kinos verschwand. Vermutlich, weil die Namen der Schauspieler und des Regisseurs noch zu unbekannt waren. Doch das dürfte sich ändern. ulf