Natürlich ersetzt keine DVD den Theaterbesuch: „Die ,Räuber‘ sind eine überwältigende Sprechoper; die Laufbänder schaufeln wuchtig Emotionen in den Zuschauerraum: ungefiltert, mitreißend – gefährlich“, schrieb unser Kritiker nach der Premiere von Ulrich Rasches Schiller-Inszenierung im Münchner Residenztheater. „Doch bevor sich der Abend vollends am Pathos des Aufmarschierens besäuft, bricht die Szene, und der Regisseur zeigt, wohin Radikalisierung führt.“ Die Produktion, die im September 2016 herauskam, überzeugte auch die Jury des Berliner Theatertreffens – und wurde traditionell mit einer Fernsehaufzeichnung für 3sat geadelt. Diese findet einen detaillierteren Zugang zum Bühnengeschehen und ist somit eine gute Ergänzung zum Eindruck, den man im Zuschauerraum hat. Das Residenztheater zeigt die „Räuber“ im Frühjahr wieder. leic