Vorzeitiges Saisonende

von Redaktion

Im Münchner Residenztheater muss ab 20. Mai die Stromversorgung erneuert werden

Martin Kušej muss in den letzten gut zwei Monaten seiner Intendanz am Bayerischen Staatsschauspiel auf seine Hauptspielstätte verzichten: Im Residenztheater wird die Stromversorgung erneuert, deshalb wird hier am 19. Mai zum letzten Mal gespielt. Am Tag danach beginnt die Sanierung der Niederspannungshauptverteilung, sodass Kušejs Nachfolger Andreas Beck mit Beginn der Saison 2019/20 eine funktionierende Bühne übernehmen kann. Die Stromanlagen im Haus am Max-Joseph-Platz stammen aus den Jahren 1961/62 und entsprechen nicht mehr den aktuellen Sicherheitsstandards. „Es ist für uns natürlich sehr bedauerlich, dass wir in unserer Hauptspielstätte nun schon früher als geplant aufhören müssen“, erklärte Kušej, der im Herbst Intendant des Wiener Burgtheaters wird. „Aber die Stromanlage ist überaltert und die Notwendigkeit dieser Erneuerung ist für mich nachvollziehbar.“

Im Cuvilliéstheater sowie im Marstall läuft der Spielbetrieb normal weiter bis zur regulären Sommerpause Ende Juli. Zwar ist das Staatsschauspiel nicht der einzige Nutzer des Rokoko-Hauses – aber „wir werden versuchen, häufiger im Cuvilliéstheater zu spielen“, erklärt Sprecherin Sabine Rüter. Auch werde gerade geprüft, welche Inszenierungen aus dem Residenztheater im Cuvilliéstheater gezeigt werden können. Die letzte Premiere der Ära Kušej im Haupthaus wird am 22. März die Uraufführung von Federico Bellinis „Eine göttliche Komödie – Dante/ Pasolini“ sein.

Wann das Residenztheater wieder bespielt werden kann, wird der künftige Intendant Andreas Beck am 22. Mai bekannt geben. Dann stellt der 53-Jährige, der derzeit das Theater Basel leitet, auch seinen ersten Münchner Spielplan vor. MICHAEL SCHLEICHER

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